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Brand an Fachhochschule

„Dort werden wir keine Lehre machen können“

Von Sascha Zoske und Katharina Iskandar
Aktualisiert am 26.03.2020
 - 19:35
Bis in die Nacht war die Feuerwehr damit beschäftigt, den Brand auf dem Dach der Fachhochschule zu löschen.
Nach dem Brand an der Frankfurt University of Applied Sciences schließt die Polizei auch fahrlässige Brandstiftung nicht aus. Viele Räume der Hochschule sind nicht mehr zu benutzen. Nun wird ein Ausweichquartier gesucht.

Nach dem Brand auf dem Dach der Frankfurt University of Applied Sciences prüft die Polizei, ob das Feuer durch einen technischen Defekt entstanden oder möglicherweise fahrlässig gelegt worden ist. Wie ein Sprecher am Donnerstag mitteilte, haben Beamte des Brandkommissariats am Morgen die Ermittlungen aufgenommen.

Den Erkenntnissen zufolge ist das Feuer an einer Holzkonstruktion ausgebrochen, die zur Dämmung des Gebäudes genutzt wird. Derzeit finden auf dem Dach Bauarbeiten statt. Nach Angaben der Polizei muss deshalb in Betracht gezogen werden, dass diese Arbeiten mit dem Ausbruch des Feuers im Zusammenhang standen.

Hochschulpräsident Frank Dievernich sagte am Donnerstag, die Höhe des Schadens sei noch nicht genau zu beziffern, sie dürfte aber in die Millionen gehen. Schwer in Mitleidenschaft gezogen seien vor allem die oberen Stockwerke des linken Gebäudeteils an der Nibelungenallee. Durch die großen Löschwassermengen seien Büros und Seminarräume unbrauchbar geworden. „Dort werden wir keine Lehre machen können.“

Schaden in Millionenhöhe

Die Hochschule suche nun nach Ausweichräumen für die betroffenen Studenten und Mitarbeiter. Nicht zerstört worden seien Prüfungsakten, die in Stahlschränken aufbewahrt würden. Der betroffene Gebäudeteil wird unter anderem für die Fächer Bauingenieurwesen, Maschinenbau und Geomatik genutzt.

Die Statik des Gebäudes sei nach bisherigen Erkenntnissen nicht gefährdet, sagte Dievernich. Vom Feuer ebenfalls weitgehend unbeschädigt geblieben seien die Fassade und der Eingang. In die Sanierung des Gebäudes war nach Worten des Präsidenten gerade erst ein „hoher sechsstelliger Betrag“ investiert worden. Die private Stiftung Herr hatte die Modernisierung des ursprünglich zum Abriss vorgesehenen Baus unterstützt. „In zwei Wochen wäre das Gerüst weggekommen“, sagte Dievernich. Er hoffe, dass es auch für den Wiederaufbau Zuwendungen aus der Bürgerschaft geben werde.

Wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte, hatte es bis in die Nacht hinein gedauert, bis das Feuer endgültig gelöscht war. Rund hundert Kräfte der Frankfurter Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren waren bis Mitternacht im Einsatz. Um vier Uhr sei die Brandstelle dann noch einmal kontrolliert worden, um sicherzugehen, dass sich in der Zwischenzeit keine neuen Glutnester entwickelt hätten.

Mit schwerem Gerät das Dach geöffnet

Wie berichtet, hatten die Einsatzkräfte zunächst Schwierigkeiten, von innen durch das Gebäude bis zum Dach vorzudringen. Schließlich mussten sie mit Spezialgerät von außen die sogenannte Dachhaut öffnen, um an das Feuer heranzukommen. Schließlich wurde die Höhenrettung eingesetzt, um die Feuerwehrmänner auf dem Dach zu sichern. Zudem setzten die Rettungskräfte eine Drohne ein, um auch aus der Luft einen Überblick zu bekommen.

Bis zum späten Abend blieb die Nibelungenallee für den Autoverkehr gesperrt. Fußgänger und Radfahrer konnten passieren. Der Rauch war am Nachmittag über das gesamte Nordend und angrenzende Stadtteile geweht und hatte etliche Straßenzüge gefüllt.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Zoske, Sascha
Sascha Zoske
Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.
Autorenporträt / Iskandar, Katharina
Katharina Iskandar
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
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