Frankfurter Opernplatz

Hell schlägt dunkel

Von Rainer Schulze
14.09.2016
, 11:30
Heller Sandstein: Der Siegerentwurf von Baumschlager-Eberle
Wie der Opernplatz in Frankfurt in fünf Jahren aussehen könnte, ist nun etwas klarer. Der Architekturwettbewerb ist entschieden. Bis 2021 soll dort ein achtgeschossiger Neubau entstehen.
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Der Architekturwettbewerb für das Allianz-Gebäude auf dem Opernplatz ist entschieden. Wie Allianz Real Estate Germany mitteilt, hat das Berliner Büro Baumschlager-Eberle den Zuschlag erhalten. Nach seinen Plänen soll nun ein sieben- bis achtgeschossiges Büro- und Geschäftshaus entstehen. Das alte Allianz-Gebäude aus den sechziger Jahren soll 2018 abgebrochen werden, der Neubau soll im Frühjahr 2021 fertig sein.

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Die erste Runde des Wettbewerbs war im Januar ohne Sieger geblieben. Weil keiner der Entwürfe die Jury überzeugen konnte, wurden nur zwei zweite Preise vergeben: an Baumschlager-Eberle und an Staab Architekten, ebenfalls aus Berlin. Beide Büros hatten anschließend Gelegenheit, ihre Entwürfe zu überarbeiten.

Geschäfte und Büros geplant

Unter der Moderation des Preisgerichtsvorsitzenden Zvonko Turkali haben Vertreter der Stadt und des Bauherrn nochmals über die Entwürfe beraten. Das Preisgericht habe bei seiner Entscheidung insbesondere gewürdigt, dass Baumschlager-Eberle die Traufkante zur Neuen Mainzer Straße deutlich verringert habe, hieß es. Das Gebäude füge sich nun besser in die Umgebung ein. Außerdem sei eine klassische Lochfassade in Verbindung mit dem ortstypischen hellen Sandstein in direkter Nachbarschaft zur Alten Oper die richtige Wahl. Staab Architekten hatten eine dunkle Steinfassade vorgeschlagen.

Das Gebäude bekommt acht Geschosse, zum Opernplatz ist es eine Etage niedriger. An dieser Stelle ist eine große Dachterrasse vorgesehen. In die ersten zwei bis drei Etagen sollen am Opernplatz und an der Neuen Mainzer Straße Geschäfte einziehen, darüber entstehen Büros. An der Taunusanlage ist ein Restaurant mit einer großen Terrasse geplant.

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Die Allianz will das erfolgreiche Architekturbüro und weitere Fachplaner nun mit der konkreten Gebäudeplanung beauftragen. Die Vorentwurfsplanung soll noch in diesem Monat beginnen. „Welche Neubaufläche letztlich realisiert wird, hängt aktuell unter anderem von laufenden Nachbarschaftsabstimmungen ab“, teilt die Allianz mit.

Quelle: F.A.Z.
Rainer Schulze - Portraitaufnahme für das Blaue Buch
Rainer Schulze
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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