FAZ plus ArtikelRomantikmuseum Frankfurt

Ein blaues Wunder

Von Rainer Schulze und Helmut Fricke (Fotos)
10.02.2020
, 12:32
Große Treppe: der Weg in die Ausstellungsstockwerke
Der Neubau des Romantikmuseums am Großen Hirschgraben hat einige Kritik hervorgerufen. Man muss das Haus betreten, um die Gestaltung der Fassade zu verstehen. Eine große Treppe erschließt die Ausstellungsräume.
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Zwischen blauen, roten und grauen Steinen blitzt im Boden des Deutschen Romantikmuseums ein Element auf, das alle Farben in sich vereint. Es handelt sich um Steine aus Splittern. Die Trümmerverwertungsgesellschaft hatte nach dem Bombenkrieg den Schutt der untergegangenen Stadt zermahlen und neues Baumaterial daraus geformt. Der Stoff, aus dem die Vergangenheit gebaut war, wurde verwendet, um die Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufzubauen. So auch das Buchhändlerhaus, das bis vor wenigen Jahren am Großen Hirschgraben stand. Fünf Paletten mit Steinen wurden nach dem Abriss gesichert.

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Das Romantikmuseum steht ebenfalls auf dem Schutt des Krieges und erinnert durch den Bodenbelag im Foyer an das Vorgängergebäude und zugleich auch an die Vorvor- und Vorvorvorgänger. Denn wer weiß schon, wie alt die einzelnen Trümmerelemente sind?

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Quelle: F.A.Z.
Rainer Schulze - Portraitaufnahme für das Blaue Buch
Rainer Schulze
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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