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Wer sich den Lockdown wünscht

Von Jacqueline Vogt
07.12.2021
, 21:06
Stand der Kunsthandwerkerin Senta Thomas auf dem Sternschnuppenmarkt.
Schlechte Stimmung auf dem Weihnachtsmarkt. Gottesdienste sollen an Weihnachten stattfinden. Und außerdem wird das Bauland im Rhein-Main-Gebiet knapp. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
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Guten Abend,
es sind schwierige Zeiten, auch für Schausteller und andere Beschicker von Weihnachtsmärkten. Einer, der in Non-Corona-Jahren immer besonders stimmungsvoll war, ist der Sternschnuppenmarkt in Wiesbaden. Zurzeit aber kommt Stimmung, festliche gar, dort nur schwer auf unter den Händlern. Der Weihnachtsmarkt ist, ähnlich wie in Frankfurt, aufgrund der Corona-Auflagen zweigeteilt. Im äußeren Sektor müssen die Besucher eine Maske tragen. Dort stehen die Stände mit Holzengeln, Glaskunst, Weihnachtsbaumschmuck. Die Stände mit Essens-Angebot sind durch einen Zaun abgetrennt. Um dort hineinzukommen, müssen Besucher geimpft oder genesen sein und eine Maske tragen, die Besucherzahl ist limitiert. Wir haben uns umgehört unter Händlern, etliche Klagen über geringen Umsatz gehört – und die hinter vorgehaltener Hand geäußerte Meinung, es wäre besser, den Markt zu schließen. Gar nicht hinter vorgehaltener Hand, sondern ganz offen hatte ähnlich am Dienstag einer der Geschäftsführer der Messe Frankfurt gesprochen. Die nämlich kämpft mit der Frage, ob sie Veranstaltungen anbieten soll, zu denen dann wenige Leute kommen, oder ob die Veranstaltungen nicht gleich besser verboten würden. Das Argument hinter solchen Wünschen ist dasselbe, egal wo es vorgetragen wird: Beschränkungen bringen Verlust, angeordnetes Nichtstun bringt Entschädigungen.

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Wie planen Sie Weihnachten zu verbringen? Mit dem Besuch eines Gottesdienstes, unter anderem? Dies soll in diesem Jahr möglich sein, heißt es. Die Kirchen und Bistümer im Rhein-Main-Gebiet setzen auf Präsenzangebote. Im Gegensatz zu 2020 sollen die Veranstaltungen und Gottesdienste trotz der angespannten Infektionslage nicht abgesagt oder auf reine Online-Übertragungen umgestellt werden, hieß es am Mittwoch. Allerdings gelten überall Regelungen mit 3G oder 2G, Maskenpflicht und Abstandsgebote. Ungeimpfte werden in der Regel auf Livestreams im Internet verwiesen. Darin sind sich das Bistum Limburg und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau einig. Ob auch gesungen werden darf und wieviel: Martin Benninghoff berichtet.

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Quelle: FAZ:NET
Autorenporträt / Vogt, Jacqueline (jv.)
Jacqueline Vogt
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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