FAZ plus ArtikelStadtverordnete Hibba Kauser

Was eine junge Aktivistin im Stadtparlament will

Von Annkathrin Weis, Offenbach
22.04.2021
, 15:52
„Typisch Hibba“: Eigentlich hat sie genug zu tun: Studium, Job, Ehrenamt. Doch Hibba Kauser fehlen Frauen, Migranten und junge Leute in der Lokalpolitik. Also wird sie in Offenbach selbst Stadtverordnete.

Es ist Anfang März 2021, Samstag, Markttag in der Offenbacher Innenstadt. Die Frühlingssonne treibt die Menschen auf den Wilhelmsplatz, direkt in die Arme der Straßenwahlkämpfer. In vier Wochen werden die Stadtverordneten gewählt. Hibba Kauser weiß: Wer Wähler gewinnen will, muss aktiv werden. Also verteilt sie an ihrem Wahlstand Windräder an Kleinkinder, mit den Eltern spricht die angehende Kommunalpolitikerin über die Corona-Restriktionen oder die Notwendigkeit eines unentgeltlichen öffentlichen Nahverkehrs.

Während die FDP abgeschnittene Nelken verteilt, verschenkt Kauser Blumensamen. Die junge Frau will in der SPD etwas Neues entstehen lassen. Sie will es besser machen als die politische Konkurrenz. „Die sprechen nie Menschen persönlich an“, sagt die Einundzwanzigjährige mit Blick auf den benachbarten CDU-Stand.

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Quelle: F.A.S.
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