Im Gespräch: Maud Zitelmann

„Wir dürfen nicht glauben, dass Eltern tun, was sie versprechen“

07.11.2014
, 20:22
Wachsam: Maud Zitelamnn warnt Erzieher und Sozialarbeiter vor Naivität im Umgang mit Eltern. Ihnen müssen die Helfer „eigentlich alles zutrauen“.
Um Kinder vor Gewalt zu schützen, seien mehr Personal, bessere Ausbildung und spezialisierte Beratungsstellen nötig, meint die Pädagogik-Professorin Maud Zitelmann. Aber auch jeder Einzelne könne etwas tun.

Wieso braucht es Vereine wie den Frankfurter Kinderschutzbund?

Weil Menschen, die sich Sorgen um Kinder machen, spezialisierte Anlaufstellen brauchen jenseits des Jugendamts. Der Schritt zum Amt ist ein großer, und es braucht Angebote, die helfen, sich zu sortieren, bevor man entscheidet, ob man überhaupt etwas meldet, was das Kindeswohl betrifft.

Wieso haben Menschen Angst vor dem Jugendamt?

Die Sorge ist oft - und oft unberechtigt -, dass das Kind sofort aus der Familie genommen wird. Der Staat hat diese Macht, und das löst Angst aus. Nicht zu überschauen, was man lostritt, hält Menschen von einer Meldung ab. Da kann es helfen, erst einmal zu besprechen, was man wahrgenommen hat und wie es in dieser Situation weitergehen kann. Gerade wenn es - wie bei sexuellem Missbrauch in der Familie - nötig ist, sich auch ohne das Wissen der Eltern um eine Einordnung der Hinweise zu bemühen. Beratung kann auch helfen, mit der Sorge vor einer falschen Beschuldigung umzugehen oder mit der Angst, in der Familie oder Nachbarschaft als Denunziant dazustehen.

Aber man petzt doch auch, wenn man zum Kinderschutzbund geht und sagt: „Ich glaube, bei meinen Nachbarn läuft etwas schief.“

Mein Begriff wäre sowieso nicht „petzen“. Es ist ein sehr ernstes Thema, wenn man glaubt, Kinder werden misshandelt oder missbraucht. Ein Gang zum Kinderschutzbund ist aber ein anderer als zum Jugendamt oder zur Polizei. Der übrigens auch angebracht sein kann. Was nicht passieren darf, ist, dass jemand etwas meldet und danach nichts passiert. Ich erwarte von den Beratungsstellen, dass sie handeln, notfalls auch gegen das Interesse derer, die sich bei ihnen melden, aber im Interesse der Kinder.

Gab es Zeiten, in denen Beratungsstellen nicht immer etwas unternommen haben?

Manche Stellen hatten schon immer das Selbstverständnis, das Jugendamt einzubeziehen, wenn das Kind anders nicht zu schützen war. Der Deutsche Kinderschutzbund hatte bundesweit lange Zeit aber die Prämisse strikter Vertraulichkeit. Blieb diese Beratung ohne Erfolg, zahlte das betroffene Kind den Preis. Die Aufarbeitung entsprechender Fälle steht aus. Auch in Frankfurt gab es Befürworter dieser Position, ebenso gegenläufige Strömungen. Inzwischen aber scheint die Linie geklärt zu sein: Kann die Gefahr für das Kind nur mit Hilfe staatlicher Stellen eingeschätzt oder sein Schutz nur durch eine Meldung an das Jugendamt erreicht werden, muss die Beratungsstelle diesen Schritt nun tun.

Wieso hat sich das geändert?

Es herrscht nun mehr Gewahrsein für das Erleben und die Situation misshandelter Kinder. Vorher dominierten elternorientierte Ansätze in der gesamten Kinder- und Jugendhilfe. Man hoffte auf den Leidensdruck der misshandelnden Eltern.

Inwiefern?

Wenn man ihnen nur Vertraulichkeit zusicherte, würden sie sich schon melden, so hoffte man. Aber die Selbstmelder-Quoten sind erstaunlich gering, zwischen fünf und zehn Prozent etwa, im Bereich der schweren Kindeswohlgefährdung. Der Rest sind Meldungen der Polizei, Kindergärten, Schulen, des sozialen Umfelds. Den Leidensdruck haben nicht die Eltern, sondern die misshandelten Kinder. Das Konzept, die Familien so lange wie irgend möglich zusammen zu lassen, ging oft zu Lasten der Kinder.

Aber die Familien sind doch der beste Ort für Kinder, oder nicht?

Mit Blick auf die in ihren Familien misshandelten und vernachlässigten Kinder ist das ein fataler Irrglaube. Für Kinder, die mit Eltern leben müssen, die psychisch schwer krank, alkohol- oder heroinabhängig, sadistisch misshandelnd oder pädosexuell sind, kann die Familie der gefährlichste und allerschlechteste Ort auf der Welt sein. Ihnen wünsche ich früh genug eine gute Pflegefamilie als Ersatz, in der sie bleiben und Wurzeln schlagen dürfen.

Haben die öffentlichkeitswirksamen Fälle wie das Schicksal des Bremer Jungen Kevin dazu beigetragen, dass dieses Bewusstsein auch in den Behörden angekommen ist?

Vor allem hat das Strafrecht dazu beigetragen. Als klar wurde, dass Mitarbeiter des Jugendamts angeklagt werden können, wenn in ihrer Verantwortung Kinder zu Tode kommen, begann eine Welle der Inobhutnahmen. Viele Sozialarbeiter fürchteten plötzlich um die Kinder, die sie bisher in den Familien gelassen hatten. Und sie fürchteten verständlicherweise das Strafrecht. Fälle wie Kevin haben sicher dazu beigetragen, dass es das Bewusstsein gibt, dass auch unter der Aufsicht der Jugendämter Kinder sterben. Dass in Deutschland zwei bis drei Kinder pro Woche infolge von Misshandlung sterben, wissen aber wohl die wenigsten.

Reagieren die Jugendämter also nur auf Druck?

So pauschal würde ich es nicht sagen. Aber die Jugendhilfe insgesamt hat sicher auf Druck reagiert. Im Frankfurter Jugendamt gab es zuvor Kräfte, die den Kinderschutz gefördert haben.

Könnte denn ein Fall wie der von Kevin mit all den Verfehlungen der Behörden auch in Frankfurt passieren?

Es fehlt an unabhängiger Forschung, die hier eine fundierte Aussage erlaubt. Aber wenn ich zuhöre, was Praktikanten und Fachkräfte aus dem Jugendamt berichten, ist das zwar unwahrscheinlicher, aber nicht auszuschließen.

Was erzählen die?

Die Fachkräfte im Jugendamt sind für sehr viele Familien gleichzeitig zuständig, das ist in Frankfurt nicht anders als in anderen Kommunen. In vielen Teams gibt es eine sehr hohe Fluktuation, teils sind Stellen über lange Zeit unbesetzt. Urlaube, Krankheit, Schwangerschaft und Ähnliches verschärfen noch die Situation der verbleibenden Fachkräfte. Hinzu kommt sehr oft eine unzureichende Grundausbildung in der Misshandlungsforschung durch die Fachhochschulen und Universitäten. Dies sind keine guten Voraussetzungen, um mögliche Gefährdungen zu erkennen und im Blick zu haben. Auch nicht für die zeitaufwendige Überprüfung, ob laufende ambulante Maßnahmen den erhofften Schutz des Kindes auch bewirken.

Das sind harte Vorwürfe.

Ja, und es gibt auch die andere Seite: Praktikanten, die begeistert sind von der Teamarbeit, der fachlichen Umsicht und der Haltung der Fachkräfte in manchen Sozialrathäusern. Doch ist die Frage einer Vermeidung von Fällen wie Kevin ja die nach einer flächendeckenden Praxis. Man denke nur an die Veröffentlichung des Kinderarztes Jacobi, der in der Frankfurter Uniklinik viele Fälle von schwer verletzten und toten Kindern gesehen und deren Vorgeschichte dokumentiert hat. Solche Fälle gibt es bis heute. Aber die Jugendhilfe arbeitet daran, dass zumindest eine Dimension wie die im Fall Kevin eher unwahrscheinlich wird.

Wie unwahrscheinlich?

Hier kam ja vieles zusammen: Drogensucht beider Eltern, Ignoranz einer Vielzahl an Gefahrenmeldungen, fehlende Teamkontrolle und Hausbesuche, blindes Vertrauen in die Eltern und in Berichte der ambulanten Dienste, die schutzlose Auslieferung des Kindes durch die Rückführung zum misshandelnden Vater, die Kevin das Leben kostete. Eine solche Anhäufung fachlicher Ungeheuerlichkeiten würde ich hoffen, für Frankfurt schon ausschließen zu können. Aber dass hier Kinder zu Tode kommen, die nicht sterben müssten, ist nicht auszuschließen.

Haben Ihre Studenten denn überhaupt Lust, später im Kinderschutz zu arbeiten? Es ist ja extrem hart, was sie dann zu sehen bekommen.

Ja, es ist hart, aber mit einer guten rechtlichen und psychosozialen Ausbildung ist man eben dieser Situation nicht ohnmächtig ausgeliefert, sondern kann etwas Gutes im Leben der Kinder bewirken. Das ist eine sinnbringende Aufgabe. Ja, und auch wenn die Studierenden nicht im Jugendamt oder Kinderschutz arbeiten wollen, wissen unsere Studenten, dass sie es so oder so in der Jugendhilfe mit ungeschützten Kindern zu tun haben werden. Gerade deshalb haben sie ein großes - und ich finde sehr berechtigtes - Interesse, sich gut darauf vorzubereiten.

Wie kann das gehen?

Wenn jemand ohne solche Vorbereitung zum Beispiel auf ein Kind trifft, das sagt, sein Vater fasse es komisch an, und die Fachkraft fragt sich erst in diesem Moment, wie sie denn jetzt richtig reagieren soll, dann ist es viel zu spät. Studierende fordern mit gutem Recht, eine gute und fundierte Ausbildung im Kinderschutz zu bekommen, pädagogisch, psychosozial, medizinisch und rechtlich. Darauf müssen die Hochschulen sich einstellen.

Was muss sich ändern?

Wir bräuchten eine Grundqualifikation, die Sozialarbeiter, Pädagogen, Mediziner und Familienrichter nicht in die Praxis entlässt, ohne dass sie zumindest basale Kenntnisse der Ursachen, Anzeichen und Folgen von Missbrauch, Vernachlässigung und Misshandlung und eine Vorstellung angemessener Intervention haben. Das kann man im Studium oder in der Berufseinstiegsphase lernen, aber seitens der Hochschulen gibt es kaum Angebote, schon gar keine verpflichtenden. Im Studiengang Soziale Arbeit hat sich schon etwas bewegt. Wir entlassen in Frankfurt inzwischen immerhin jeden fünften Absolventen mit einem fundierten Fachwissen in die Kinder- und Jugendhilfe. Das ist schon sehr viel - verglichen mit anderen.

Das heißt aber auch, 80 Prozent der Sozialpädagogen verlassen die Hochschule ohne Ahnung vom Kinderschutz?

Mit ganz wenig Ahnung. Sie haben einen Fachtag besucht, vielleicht auch noch ein Fallseminar. In anderen Hochschulen in Hessen gibt es nicht einmal das. Ähnliches gilt für die Ausbildung der meisten Erzieher, Lehrer, Kindermediziner und Familienrichter. Hier braucht es wirklich dringend das Engagement der hessischen Hochschulpolitik.

Kann der Kinderschutzbund das ausgleichen, zum Beispiel mit seinen Fachkräften, die städtische Kitas beraten?

Dieses Beratungsangebot ist gewiss eine große Hilfe, weil an solchen Stellen viel Erfahrungswissen verfügbar ist. Dies gilt besonders für Fälle, in denen ein Verdacht erst abgeklärt werden muss. Aber auch, wenn starke Betroffenheit die Erwachsenen zum vorschnellen Handeln verleitet, das dem Kind eher schadet als hilft. Aber die bestehenden Ausbildungsdefizite ausgleichen, das kann die Beratung nicht leisten.

Wieso nicht?

Um am Beispiel der Kitas zu bleiben, geht es ja im Vorfeld erst einmal um das geschulte Wahrnehmen der Signale und der Situation betroffener Kinder. Wie verhalten sich gefährdete Kinder und ihre Eltern, wie verarbeiten die Kinder erlebte Not und Gewalt? Woran ist zu denken, wenn ein Kind kaum mehr Gefühle zeigt, immer wieder erstarrt oder im Spiel in dauernder Wiederholung die immer gleichen Gewaltsituationen in Szene setzt? Wer solche Hinweise nicht kennt, wird das Verhalten des Kindes fehl deuten und vermutet vielleicht, es schaue zu Hause die falschen Filme. Wir verfügen über so viel Wissen, über gesunde Entwicklung und Ernährung, frühes Sprachenlernen und musische Bildung - da kann es doch nicht so schwer sein, den Leuten auch etwas über den Kinderschutz beizubringen.

Sie haben einmal öffentlich gesagt, Erzieher und Sozialarbeiter müssten den Eltern eigentlich alles zutrauen. Ist das nicht sehr negativ?

Das ist eine Frage des Menschenbildes. Ich glaube, dass jeder zu abgrundtiefen Taten in der Lage ist. Es kommt auf die Situation, auf die Lebensgeschichte, auf Gelegenheiten, aber auch die eigene Entscheidung an. So wie ich mir selbst alles zutrauen muss, muss ich auch anderen alles zutrauen. Mit dieser Aussage möchte ich eine bestimmte Naivität bekämpfen. Wenn sich Eltern bemühen, dem Jugendamt das Blaue vom Himmel zu versprechen, heißt das nicht, dass sie das alles auch schaffen.

Aber nicht unbedingt aus bösem Willen.

Wir wissen, dass viele Eltern massiven Druck auf ihre Kinder ausüben, um zu kaschieren, was in den Familien passiert. Um diese Situationen geht es mir. Meine Aussage bezog sich damals konkret auf den Fall Kevin. Die Familienhilfe bestätigte, er habe einen liebevollen Vater, der sich engagiert um ihn kümmere und vieles mehr. Das hat er vielleicht auch. Aber: Derselbe Vater hat dem Jungen auch 24 Knochen gebrochen, ihn mutmaßlich missbraucht und über Monate unbehandelt leiden lassen, bevor das gequälte Kind dann tot im Kühlschrank lag. Wir dürfen nicht naiv glauben, dass nett auftretende Eltern tatsächlich tun, was sie versprechen.

Was raten Sie jedem normalen Bürger, der das Gefühl hat, dass es den Kindern von Nachbarn oder Bekannten in der Obhut der Eltern nicht gut geht?

In weniger schlimmen Fällen, etwa bei Entwicklungskrisen in der Adoleszenz und Familienkonflikten, sind Erziehungsberatungsstellen oder der Kinderschutzbund mit kostenfreier Beratung, mit Therapien und Gruppenangeboten eine hilfreiche Anlaufstelle. Wenn es aber um ernsthafte Sorgen geht, etwa wenn ich blaue Flecken an untypischen Körperstellen sehe, Misshandlungen höre oder sexuelle Übergriffe vermute, gibt es dafür spezialisierte Stellen.

Welche denn?

Dazu gehört das Kinderschutztelefon des Jugendamtes, mit dem man auch anonym über Verdachtsfälle sprechen kann. Ebenso spezialisierte Beratungsstellen wie den Kinderschutzbund oder Wildwasser und Fem Frankfurt. Gemeinsam ist gut zu überlegen, zu welchem Zeitpunkt man die Eltern ins Boot holt, weil damit zu rechnen ist, dass sie massiven Druck auf das Kind ausüben können. Die Devise ist, die Kanäle offen zu halten, hinzuhören, hinzuschauen und auch andere mögliche Erklärungen für das Verhalten der Kinder zu bedenken und ernst zu nehmen.

Was muss sich noch tun, um gefährdeten Kindern zu helfen?

Der Ausbau der Beratungsstelle des Kinderschutzbundes ist dringend nötig, auch als Angebot, das Kinder und Jugendliche leicht nutzen können. Es gibt entsprechende Konzepte für Schulen und für Spielplätze, Orte also, an denen Kinder und ihre Familien sind. Jedes Kind muss spätestens in der Grundschule wissen, dass es einen Rechtsanspruch hat, bei Gefährdung auch ohne Wissen der Eltern beraten und auf Wunsch in Obhut genommen zu werden. In den Kinderheimen braucht es mehr Personal, ebenso dringend strukturelle Änderungen der Heimaufsicht in Hessen. Frankfurt wünsche ich, dass es hier wie in anderen Städten eine spezialisierte Beratungsstelle für sexuell missbrauchte Mädchen und Jungen gibt.

Die gibt es noch nicht?

Das deckt hier der Kinderschutzbund mit ab. Auch Fem und Wildwasser engagieren sich, adressieren zumindest die Mädchen. Aber wir haben kein vergleichbares Angebot wie etwa Wiesbaden, Köln oder Gießen. Ebenso notwendig sind lokale und regionale Angebote für jugendliche Täter und Täterinnen. Gehen wir diese Aufgabe nicht an, verstetigen wir das Problem. Vorbeugend wirken auch die frühen Hilfen, für die sich der Kinderschutzbund besonders einsetzt, mit seinem neuen Projekt „Babylotsen“. Diese sollen die Eltern früh befähigen, gut für ihre Kinder zu sorgen. Kann auf diese Weise auch nur einem Teil der Mütter und Väter geholfen werden, die ja selbst als Kind meist ohne Schutz geblieben sind, hätte ihre Lebensgeschichte ein besseres Ende und die ihrer Nachkommen einen guten Anfang, für den es sich einzusetzen lohnt.

Die Fragen stellte Christian Palm.

Spenden für das Projekt „F.A.Z.-Leser helfen“

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und die Frankfurter Allgemeine / Rhein-Main-Zeitung bitten um Spenden, die dem Kinderschutzbund in Frankfurt und Cargo Human Care für ein Jugendhaus in Nairobi zugutekommen.

Spenden für das Projekt „F.A.Z.- Leser helfen“ bitte auf die Konten: - Nummer 11 57 11 bei der Frankfurter Volksbank (BLZ 501 900 00) IBAN: DE94 5019 0000 0000 1157 11 - Nummer 97 80 00 bei der Frankfurter Sparkasse (BLZ 500 502 01) IBAN: DE43 5005 0201 0000 9780 00

Die Namen der Spender werden in der Zeitung veröffentlicht. Selbstverständlich wird auch der Wunsch respektiert, auf eine Namensnennung zu verzichten. Ist die vollständige Adresse angegeben, kann eine Spendenquittung zugeschickt werden. Weitere Informationen zur Spendenaktion.

Zur Person

Maud Zitelmann lehrt seit 2007 an der Fachhochschule Frankfurt. Als Professorin für die Pädagogik der frühen Kindheit setzt sie sich besonders dafür ein, ihren Studenten den Kinderschutz näherzubringen. So organisiert sie einmal im Semester einen Fachtag zu dem Thema und bietet ein Modul über drei Semester im Studiengang Soziale Arbeit an. 2013 erhielt sie den Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre. Zitelmann arbeitete gut 20 Jahre lang selbst in der Jugendhilfe, etwa in der Einzelfallhilfe und als Erzieherin. Sie hat eine zehn Jahre alte Tochter, die sie allein erzieht, und ein erwachsenes Pflegekind. (pach.)

Quelle: F.A.Z.
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