Gegen den Weiterbau der A49

Aktivisten protestieren mit Schlaflager gegen Rodung des Dannenröder Forsts

Aktualisiert am 13.09.2020
 - 13:54
Bereits am Freitag waren Teilnehmer eines Aktionstags gegen den geplanten Weiterbau der Autobahn 49 mit Bannern durch die Wiesbadener Innenstadt gezogen.
Mit Feldbetten und Zelten blockierten bis zu 60 Menschen in der Nacht auf Sonntag eine Bundesstraße bei Kirtorf im Vogelsbergkreis. Bereits am Freitag und Samstag hatte es Mahnwachen und Demonstrationen gegeben.

Mit einem Schlaflager haben Aktivisten in der Nacht zum Sonntag ihren Protest gegen den Weiterbau der Autobahn 49 in Mittelhessen fortgesetzt. Schätzungsweise bis zu 60 Menschen blockierten der Polizei zufolge nach Mitternacht mit Feldbetten und Zelten eine Bundesstraße bei Kirtorf im Vogelsbergkreis. Später seien sie auf eine angrenzende Wiese ausgewichen. Dies sei mit den Behörden vereinbart gewesen. Für den Sonntag waren keine weiteren Aktionen angemeldet.

Die Proteste richten sich gegen die Rodung eines Waldstücks bei Homberg (Ohm). Die Bäume im Dannenröder Forst sollen für den Bau der A49 fallen. Die Autobahn soll Kassel und Gießen miteinander verbinden. Der geplante Teilabschnitt führt von Stadtallendorf zum Ohmtal-Dreieck.

Am Wochenende hatten Aktivisten zu mehreren Veranstaltungen und Mahnwachen gegen den Weiterbau der A49 aufgerufen. Sie waren mäßig besucht. Am Samstag kam einem Polizeisprecher zufolge schätzungsweise ein Dutzend Demonstranten zu einer Kundgebung in Homberg-Dannenrod im Vogelsbergkreis. Eine Veranstaltung in Stadtallendorf-Schweinsberg im Kreis Marburg-Biedenkopf sei kurzfristig abgesagt worden, da sich kaum Teilnehmer eingefunden hätten.

Außerdem habe es am Samstag noch drei Mahnwachen gegeben, die ebenfalls nur von wenigen Menschen besucht worden seien. Schon am Freitag hatten Umwelt- und Klimaschützer in Wiesbaden protestiert.

Quelle: dpa
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