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Opel-Zoo und die Konkurrenz

Aus eigener Kraft

EIN KOMMENTAR Von Bernhard Biener
 - 16:58
Engagiert auf mehreren Baustellen: Opel-Zoo-Chef Thomas Kauffels (vorne), im Hintergrund Gregor von Opelzur Bildergalerie

Thomas Kauffels steht vor vielen Herausforderungen. Eine attraktive Elefantendame für den Bullen Tamo zu finden erweist sich zum Beispiel derzeit als Ding der Unmöglichkeit. In ganz Europa und Nordamerika ist keine Elefantenkuh verfügbar, und auf einen fragwürdigen Import aus Afrika zu setzen kommt nicht in Frage. Flusspferde wären hingegen leicht zu bekommen, weiß der Direktor des Opel-Zoos. Doch die zweistellige Millioneninvestition für eine Flusspferdanlage ist ein Kraftakt für die von Opel Hessische Zoostiftung und ließe sich nur durch großzügige Spender beschleunigen. Deshalb wird sie noch einige Jahre auf sich warten lassen.

Viel schneller würde der Zoodirektor gern über den öffentlichen Philosophenweg verfügen, der die Betriebsabläufe stört und, völlig unbeabsichtigt natürlich, Spaziergängern die unentgeltliche Tierschau erlaubt. Aber bis der schon lange währende Kampf um eine Änderung des Bebauungsplans zum Erfolg führt, wird auch nach dem Beschluss der Kronberger Stadtverordneten noch viel Kraft nötig sein. Denn manche Kronberger und Königsteiner können sich auch 45 Jahre nach der offiziellen Genehmigung noch immer nicht mit dem Freigehege anfreunden.

Herausforderungen aus Frankfurt

Zuletzt mussten sich die Verantwortlichen des Zoos in Kronberg auch noch mit Herausforderungen aus Frankfurt auseinandersetzen. Dass ihnen der Frankfurter Zoo in Gestalt eines Landschaftstierparks als Konkurrenz vor die Nase verlagert werden könnte, ist mangels Aussicht auf Verwirklichung vermutlich ihre geringere Sorge. Aber wenn die meisten Frankfurter Kinder und Jugendlichen nach den Sommerferien ohne Eintritt den dortigen Zoo besuchen können, macht diese Großzügigkeit die ungleichen Voraussetzungen noch einmal besonders deutlich.

Schon jetzt wird der städtische Zoo mit mehreren Millionen Euro im Jahr subventioniert. Der Opel-Zoo hingegen ist ein privates Freigehege, das sich ohne Zuschüsse allein aus den Eintrittsgeldern finanziert. Nicht einmal aus Rüsselsheim gibt es Geld, wie Kauffels immer wieder Besuchern erklären muss, die wegen des Namens anderes vermuten. Die hohen Besucherzahlen zeigen, dass der Opel-Zoo aus eigener Kraft bestehen kann. Man muss ihm nur die Chance dazu lassen.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Biener, Bernhard
Bernhard Biener
Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Hochtaunuskreis.
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