FAZ plus ArtikelDie Erde bewahren

Auch im Weltall muss Hessen vorn sein

EIN KOMMENTAR Von Carsten Knop
24.07.2021
, 21:19
Wachender Blick auf die Erde: Hessen möchte die Kompetenzen im Land um das Darmstädter Raumflugkontrollzentrum bündeln. (Symbolbild)
Hessen ist zwar nicht das erste Bundesland mit einem Raumfahrtkoordinator, aber es ist gut, dass es nicht das letzte ist. Deshalb sollte Johann-Dietrich Wörner noch mehr Mut und Unterstützung von der Politik fordern.

Ein Raumfahrtkoordinator für Hessen: Vom 1. August an wird Johann-Dietrich Wörner, bis vor Kurzem Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA, dem Land in dieser Funktion dienen. Dass es eine solche Funktion geben wird, hätte vor einigen Jahren die Menschen noch gewundert. Heute muss man den Schritt als überfällig bezeichnen. In einer Zeit, in der Milliardäre wie Jeff Bezos, Elon Musk oder Richard Branson nach zwei Jahrzehnten Vorbereitung eigene Raumfahrtprogramme und damit den Fortschritt in der Branche erheblich beschleunigt haben, sollte ein Land mit Ressourcen wie Hessen nicht mehr zuwarten. Selbstverständlich betreiben die Milliardäre ihre Programme auch wegen ihres riesigen Egos, aber eben nicht nur. Die Raumfahrt entwickelt sich zu einem hochattraktiven Markt, in dem Milliarden umgesetzt werden – auch von vielen privaten Zulieferunternehmen.

Das ist noch aus einem anderen Grund gut: Denn aus dem All kann man die Erde bewahren helfen. Nicht unbedingt mit touristischen Flügen in 100 Kilometer Höhe und vier Minuten Schwerelosigkeit. Aber eben doch mit einer besseren Überwachung von Natur und Umwelt, die Katastrophen verhindern und vielleicht auch ein paar der Antworten auf die Fragen rund um den Klimawandel geben kann.

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