F.A.Z.-Hauptwache

Wo der Impfstoff einmal sprudeln soll

Von Helmut Schwan
Aktualisiert am 23.09.2020
 - 05:55
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU, rechts) und Thomas Triomphe, Vorstand der Impfstoffsparte bei Sanofi
Jens Spahn stattet Frankfurt einen Besuch ab, der Ökumenische Kirchentag plant mit 30.000 Besuchern und so mancher Pendler muss sich gedulden. Das und was heute sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

Guten Morgen,
auf seinem Feldzug gegen das Virus hat der Bundesgesundheitsminister am Dienstagnachmittag an einem Munitionsdepot in Frankfurt Halt gemacht. Im Industriepark Höchst bei Sanofi startete Jens Spahn den „Testlauf einer Abfüllanlage für künftigen Corona-Impfstoff“. Die Formulierung zeigt, wie ungewiss alles noch ist. Wirtschaftsredakteur Falk Heunemann hat zugeschaut und hingehört, welche Botschaften Deutschlands
Chefvirologe verkündete. Die wichtigste ist keine neue: Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffes gehe vor Schnelligkeit.

Hilft der Glaube, Corona zu bannen, erst recht, wenn über Konfessionen hinweg gebetet, gesungen und getanzt wird? Soweit würden die Organisatoren des 3.Ökumenischen Kirchentags dann wohl doch nicht gehen. Aber die Menschen, die die Veranstaltung für Mai kommenden Jahres in Frankfurt planen, sind zuversichtlich, dann bis zu 30.000 Besucher empfangen zu dürfen. Florentine Fritzen hat erfahren, worauf sich die Zuversicht stützt: auf ein ausgeklügeltes Hygienekonzept, aber auch auf viele „hybride“ Veranstaltungen. Das sind solche, zu denen man selbst hingehen, sich aber auch digital zuschalten kann.

Ein kleines Wunder muss wohl geschehen, um diese Prophezeiung einhalten zu können: Mit dem Abbruch der Salzbachtalbrücke nahe Wiesbaden zwecks Neubau sollte eigentlich noch in diesem Jahr begonnen werden. Die damit beauftragte Arbeitsgemeinschaft hält das jedoch nicht mehr für machbar. Weil die Südbrücke aufgrund der Havarie bei Arbeiten an der Nordbrücke deutlich länger als geplant genutzt worden sei. Unser Korrespondent Oliver Bock berichtet und erklärt die verflixten Zusammenhänge. Für die vielen Pendler zwischen Hessen, dem Rheingau und Rheinland-Pfalz verlängert sich damit das tägliche Verkehrsdrama auf unbestimmte Zeit.

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Und außerdem „liest Frankfurt ein Buch“ in diesem Jahr über eine nach wie vor sagenumwobene Tochter der Stadt, die Wirtschaftswunder-Prostituierte Rosemarie Nitribitt +++ halten Frankfurts Bürger laut einer Befragung durch die Stadt den Wohnungsmarkt für das größte Problem der Kommune, die Unzufriedenheit mit der Verkehrssituation ist so hoch wie noch nie, seitdem diese Daten erhoben werden +++ befürchten Gewerbetreibende im Frankfurter Stadtteil Bornheim, die Parkraumbewirtschaftung, sprich höhere Ticketpreise, könne ihre Existenz gefährden +++ sind im Hochtaunuskreis die Wartezeiten für die Zulassung eines Autos fast wieder „normal“.

Einen schönen Tag,

Ihr Helmut Schwan

Wetter

Tendenz allmählich herbstlich: Der Mittwoch ähnelt laut Vorhersage allerdings in weiten Teilen der Region wettertechnisch noch einmal dem Dienstag. Das heißt, es wird überwiegend freundlich und wieder richtig schön warm – bis 27 Grad. Allerdings ziehen am Nachmittag Wolken auf und bringen Regen mit.

Geburtstag haben heute:

Jochem Jourdan, Frankfurter Architekt (83);
Michael Wendt, Deutschland-Chef des Reifenherstellers Pirelli, Breuberg (60);
Manfred Schubert-Zsilavecz, Präsident des House of Pharma and Healthcare, Vizepräsident der Goethe-Universität Frankfurt (59);
Stephanie Becker-Bösch (SPD), Erste Kreisbeigeordnete des Wetteraukreises (49);
Carsten Ullrich (SPD), Kreistagsvorsitzender im Main-Kinzig-Kreis (45).

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Schwan, Helmut (hs.)
Helmut Schwan
Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
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