Eschborn–Frankfurt

Rennrad-Fans sollen lieber fernsehen

Von Alex Westhoff
18.09.2021
, 09:03
Der Radklassiker im Jahr 2018
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Beim Klassiker Eschborn–Frankfurt ist in diesem Jahr vieles anders. Doch manche Dinge ändern sich vermutlich nie.
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Da muss der Radklassiker 60 Jahre alt werden, um in einem neuen Gewand daherzukommen. Zum Jubiläum hat das Traditionsrennen Eschborn–Frankfurt erstmals seinen angestammten Termin am 1. Mai verlassen. Erstmals musste es die Zahl der Wettbewerbe deutlich reduzieren – von 17 auf 9. Und erstmals bietet der Veranstalter kein stimmungsvolles Rahmenprogramm am Streckenrand, sondern bittet die Radsportfreunde, das Geschehen daheim am Fernseher zu verfolgen. Der Hessische Rundfunk überträgt von 13.15 Uhr an fünf Stunden lang live.

Doch manche Dinge werden sich wohl nie ändern: Dazu gehört, dass sich die Profis am Sonntag auf eine strapaziöse, 187 Kilometer lange Taunusschleife begeben und am frühen Abend um den prestigeträchtigen Sieg in Frankfurt kämpfen werden. Und dass am Tag des Radsports in der Region Autofahrer vielerorts ihre gewohnten Routen nicht oder erst nach Wartezeit nutzen können. In der Frankfurter Innenstadt sind viele Straßen praktisch den ganzen Tag gesperrt, weil dort vormittags auf einem Rundkurs Kinder- und Jugendrennen ausgetragen werden.

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Opel-Zoo nicht durchgängig erreichbar

Andernorts in der Stadt sowie in den Taunusgemeinden gibt es sogenannte Schleusungspunkte, an denen zu bestimmten Zeiten die Rennstrecke gekreuzt werden kann. Der Kronberger Opel-Zoo beispielsweise ist nicht durchgängig erreichbar. Eine detaillierte Übersicht über Sperrungen, Umleitungen und genaue Durchfahrtzeiten der Radsportler findet sich auf der Homepage des Veranstalters unter www.eschborn-frankfurt.de/de/verkehr. Die Organisatoren informieren zudem über ein Servicetelefon, das ganztägig unter 0800-5892007 erreichbar ist.

Bild: F.A.Z.

Die Polizei empfiehlt, für die Fahrt in die Frankfurter Innenstadt öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Zwar müssen einige Bus- und Straßenbahnlinien gekappt oder umgeleitet werden, die S- und U-Bahnen sind aber nicht gestört.

Weder beim Start des in diesem Jahr besonders namhaft besetzten Profirennens in Eschborn noch an den sonst vielbesuchten Anstiegen wie dem Mammolshainer Berg in Königstein, den das Peloton vier Mal überquert, wird es in diesem Jahr Veranstaltungsflächen für Zuschauer geben. Einzig auf dem Frankfurter Opernplatz finden sich Stände für Verpflegung und von Sponsoren zum Thema Radsport. Dieser ist indes komplett umgittert und nach 3-G-Nachweis für maximal 800 Besucher zu betreten. Es herrscht Maskenpflicht. Der neue Sportdezernent Mike Josef (SPD) spricht von einem „Herantasten an Normalität“.

Schönes Wetter erwartet

Nach fast 900 Tagen ohne Eschborn-Frankfurt registrieren die Veranstalter „wieder einen Appetit auf Veranstaltungen“, wie Organisationschef Nathanael Bank sagte. So haben sich bislang über 6000 Hobbyfahrer für die Distanzen der Velo-Tour angemeldet. Ungefähr so viele wie im Rekordjahr 2019. Für den Veranstalter und die Polizei ist es schwer einzuschätzen, ob die sonst zu Tausenden am Streckenrand versammelten Leute auch bei dem erwartet schönen Wetter dem Appell folgen werden, daheim zu bleiben. Die Organisatoren haben angekündigt, dass sie mit eigenen Teams unterwegs sein werden, um mit freundlicher Ansprache Ansammlungen aufzulösen.

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Quelle: F.A.Z.
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