FAZ plus ArtikelGegen Landarztmangel

Mehr als ein klassisches Ärztehaus

Von Katja Borowski
09.03.2018
, 13:17
Neuland: Fallmanagerin Lisa Scharkopf erläutert Gesundheitsminister Stefan Grüttner das Konzept des Gesundheits-Versorgungszentrums in Oberzent
In der neuen Großgemeinde Oberzent in Südhessen hat ein Gesundheitszentrum eröffnet. Das Land sieht darin eine Lösung für den Landarztmangel. Den Kassenärzten ist das nicht genug.
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Sie sind Protagonisten unzähliger Fernsehserien: Landärzte. Gut aussehend, überaus engagiert und mitfühlend arbeiten sie täglich viele Stunden in der Praxis und kommen auch mitten in der Nacht zum Hausbesuch. In der Realität sieht die ärztliche Versorgung auf dem Land nicht ganz so rosig aus. In immer mehr Orten gibt es keine Praxen mehr. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen berichtet, dass Mediziner kaum Nachfolger finden und in Hessen 150 Hausärzte fehlen. Ihrer Prognose zufolge droht bis 2030, wenn ein Großteil der heutigen Praxisinhaber im Ruhestand ist, eine ambulante Versorgungslücke – vor allem auf dem Land.

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Um die medizinische Versorgung dennoch sicherzustellen, wird nach innovativen Lösungen gesucht. Das können digitale Angebote wie die Telemedizin ebenso sein wie der Medibus der Kassenärztlichen Vereinigung, der den Doktor einmal wöchentlich in abgelegene Orte bringt. Oder auch die Gemeindeschwester, die multimorbide alte Menschen zu Hause betreut, und Gesundheitszentren, in denen mehrere Akteure des Gesundheitswesens zusammenarbeiten. Etwas derartiges gibt es seit Dezember auch in der neu gegründeten Odenwaldkommune Oberzent.

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