FAZ plus ArtikelGenusstipp Esskastanien

Was der Brotbaum uns gibt

Von Jacqueline Vogt
29.11.2020
, 11:58
Haben unter ihrer harten Schale einen nahrhaften Kern: Esskastanien
Bei Kälte wärmen heiße Maronen. Weihnachtsmärkte als Verkaufsorte für die Esskastanien fallen in diesem Jahr aus. Zeit, diese Nüsse als Zutat für die heimische Küche zu entdecken.
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Weihnachtsmärkte, diese sehnsuchtbehafteten Orte, an denen echte Gefühle auf Hütten mit falschem Holz treffen, die Plätze, auf denen sich Glühweinduft mit dem Geruch von Lebkuchen und Grillwürsten mischt, dürfen nicht stattfinden in diesem Winter. In einem Jahr, in dem so vieles fehlt, muss man auch sie vermissen und vielleicht am meisten ihre freundlichsten Erscheinungen, die Kastanien-Verkäufer, auch Maroni-Männer genannt. Die heißen Nüsse, die sie in Tüten verkaufen, wärmen erst die Hände und dann den Magen und das Herz.

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Maroni-Männer hat Otfried Preußler unsterblich gemacht mit der Geschichte von der kleinen Hexe, die einem von ihnen dazu verhilft, nie wieder kalte Füße haben zu müssen. Der österreichische Edelschuh-Produzent Ludwig Reiter hat, als Reverenz gegenüber der Berufsgruppe, einen Stiefel im Programm, weihnachtsmarkt- und wintertauglich für Verkäufer und Kunden, das Modell „Maroni-Brater“. Es ist aus Gummi und Leder und Lammpelz, „auch bei kältesten Temperaturen werden Sie sich in dem markanten Stiefel wohl fühlen“, verspricht die Firma, man muss nur die Ausgabe von knapp 600 Euro verschmerzen können.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Vogt, Jacqueline (jv.)
Jacqueline Vogt
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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