Instone investiert in Hofheim

Moderne Wohnungen statt Maschinenhallen

Von Heike Lattka, Hofheim
24.11.2021
, 16:40
Zuwachs: An der Homburger Straße entstehen 95 Wohnungen.
Die Firma Instone will für 50 Millionen Euro Wohnungen auf dem Gelände des Hofheimer Traditionsunternehmens Polar Mohr errichten. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Energieeffizienz der Bauten gelegt werden.
ANZEIGE

Die alten, seit 2010 stillgelegten Werkshallen des Hofheimer Traditionsunternehmens Polar Mohr an der Homburger Straße am Rande des Wohngebiets sind kein ansprechendes Bild. Das soll sich bis 2025 ändern. Das Unternehmen Instone Real Estate will für 50 Millionen Euro 95 Wohnungen in sechs Gebäuden auf dem 8600 Quadratmeter großen Areal errichten. Dazu zählen 20 geförderte Wohnungen und eine dreizügige Kindertagesstätte für Kinder bis zu drei Jahren, die nach einem „Letter of Intent“ an die Hofheimer Wohnungsbau Gesellschaft (HWB) schlüsselfertig verkauft werden.

ANZEIGE

Zwar vereinbarten beide Seiten über den Preis Stillschweigen, aber Instone-Geschäftsführer Ralf Werner machte am Dienstag deutlich, dass es sich bei dem Betrag keinesfalls um die marktüblichen Konditionen handle, vielmehr wolle das Unternehmen mit dem Engagement seinen Beitrag zur Förderung preiswerten Wohnraums leisten. Auch Hofheims Bürgermeister Christian Vogt (CDU) sprach von einer „Win-win-Situation“ für beide Seiten. So sei es der Stadt aufgrund der explodierenden Kosten nicht gelungen, die Kindertagesstätte auf dem Steinberg aufzustocken. Für die dringend benötigten Plätze zur Betreuung der kleinen Kinder werde nun in 600 Meter Entfernung Abhilfe geschaffen.

Harmonisch ins Quartier einfügen

Der in Hofheim lebende Projektleiter Bernd Kleine hob hervor, dass sich die Baukörper in Höhe und Volumen an der umliegenden Wohnbebauung orientierten und sich harmonisch ins Quartier einfügten. Es sei eine abgestufte Bebauung mit zwei bis vier Vollgeschossen plus jeweils einem Staffelgeschoss vorgesehen.

Entlang der Homburger Straße und der Kantstraße plant Instone Gebäude mit zwei Vollgeschossen, an der Ecke Kantstraße/Liederbacher Weg sind drei Vollgeschosse und entlang des Liederbacher Wegs und in den zwei Wohnblöcken im Inneren des Grundstücks vier Vollgeschosse geplant. Gebaut werde ebenso eine Tiefgarage mit 130 Stellplätzen. Baubeginn soll laut Kleine im Jahr 2023 sein.

Besonderes Augenmerk werde auf die Energieeffizienz der Bauten gelegt. Die Wärme werde von Fotovoltaikanlagen auf den begrünten Dächern gewonnen, ebenso werde schon bei der Bauplanung auf die CO2-Bilanz geachtet. Dies ermögliche eine einfache Software, die den CO2-Footprint jedes Baustoffs schon bei Bestellung und Transport minimiere, berichtete Kleine. Der Fokus liege somit auf Nachhaltigkeit und einem möglichst ressourcen- und umweltschonenden Bauen.

ANZEIGE

Das Wohnprojekt passt sehr gut in die Nachbarschaft

Die Sozialverträglichkeit des Vorhabens hob Bürgermeister Vogt hervor. Das gesamte Gebiet werde durch die Neubauten aufgewertet, sagte er. Das Wohnprojekt passe sehr gut in die Nachbarschaft, ergänzte Norman Diehl, Geschäftsführer der Hofheimer Wohnungsbau Gesellschaft. Etwa 30 Prozent des gesamten HWB-Bestandes befänden sich in diesem Quartier im Hofheimer Norden. Er freue sich, mit Instone einen Partner gefunden zu haben, der die „HWB-Philosophie“ teile, modernen, umweltbewusst gestalteten und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

ANZEIGE

Über die Aufstellung eines Vorhabens- und Bebauungsplans beriet der Stadtverordneten-Ausschuss für Planung, Bauen, Umwelt und Verkehr am Dienstag. Die Entscheidung fällt in der Stadtverordnetenversammlung am 1. Dezember.

Quelle: F.A.Z.
Heike Lattka - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Heike Lattka
Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Taunus-Kreis.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
ANZEIGE