Blaulicht in Rhein-Main

Polizei fasst Mörder bei Kontrolle – Mann lässt Auto auf A49 stehen

14.01.2021
, 16:21
Die Polizei entdeckt auf einer Rastanlage einen schlafenden Verbrecher. Ein Straßenräuber geht in Frankfurt ins Netz und in Südhessen ein Mörder. Nahe Kassel lässt en Mann einen Unfallwagen auf der A49 stehen und rennt weg.

Großkrotzenburg. Tödlich ist am Mittwochabend der Streit zweier Männer in einer Flüchtlingsunterkunft in Großkrotzenburg ausgegangen. Ein 33 Jahre alter Somalier wird verdächtigt, einen 25 Jahre alten Mann aus Afghanistan erstochen zu haben. Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei Hanau ermitteln, wie es zum Tod des Afghanen kam. Nach den derzeitigen Erkenntnissen gerieten die beiden Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in der Schulstraße gegen 18 Uhr aneinander. Der Grund der Auseinandersetzung stand gestern noch nicht fest. Im Verlauf des Streits erlitt der Jüngere Stichverletzungen, an denen er an Ort und Stelle starb. Ein Notarzt versuchte noch, den jungen Mann wiederzubeleben. Das gelang aber nicht. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes überwältigten den Somalier nach der Tat und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Eine Obduktion soll genauen Aufschluss darüber geben, woran der Afghane gestorben ist.

Alsbach-Hähnlein/Darmstadt. Ein international gesuchter Mörder ist einer Polizeistreife in Südhessen ins Netz gegangen - bei einer Verkehrskontrolle. Die Beamten nahmen den 57 Jahre alten Mann fest. Er ist nach Angaben eines Sprechers der Polizei Darmstadt in Polen zu 25 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Wieso der Mann auf freiem Fuß war und wie er nach Deutschland kam, war zunächst unklar. Eine Zivilstreife war am Dienstag auf einer Rastanlage an der Autobahn 5 bei Alsbach-Hähnlein auf das Auto des Mannes aufmerksam geworden, weil an ihm eine gefälschte TÜV-Plakette angebracht war. In dem Wagen schlief der Mann. Bei seiner Überprüfung stellten die Beamten fest, dass er auf der Fahndungsliste stand. Von seiner ursprünglich verhängten Strafe muss der Mann noch fast zehn Jahre absitzen.

Baunatal/Kassel Ein Autofahrer hat nach einem Unfall auf der A 49 seinen völlig demolierten Wagen einfach auf der Autobahn stehenlassen und ist zu Fuß davongelaufen. Der Unbekannte war nach Angaben der Polizei in der Nacht zum Donnerstag bei Baunatal bei Kassel in die Mittelleitplanke gerast. Doch anstatt sein nicht mehr fahrbereites Auto ordnungsgemäß abzusichern, flüchtete er in die Dunkelheit.

Eine eilig alarmierte Polizeistreife sorgte dafür, dass der Verkehr sicher an der Unfallstelle vorbeigeleitet wurde. Obwohl die Beamten noch in der Nacht nach dem Unbekannten fahndeten, fehlte von diesem zunächst jede Spur. Lediglich den Halter des Wagens konnten sie ermitteln, wie ein Sprecher der Polizei am Donnerstag in Kassel sagte.

Wiesbaden Drei Unbekannte haben einen Mann in seiner Wohnung in Wiesbaden überfallen und ausgeraubt. Die Männer hätten am Mittwoch bei dem 38 Jahre alten Mann geklingelt und ihn nach Öffnen der Tür zurück in die Wohnung gestoßen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Einer der Täter habe den Mann demnach geschlagen und festgehalten. Die Männer entwendeten das Mobiltelefon und Bargeld des Opfers und flüchteten anschließend. Wie viel Geld die Unbekannten stahlen, war zunächst unklar. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden.

Frankfurt. Die Polizei hat in Frankfurt einen mutmaßlichen Straßenräuber festgenommen. Der 25-Jährige kam in Untersuchungshaft, weil er möglicherweise auch für weitere Überfälle verantwortlich ist. Am Donnerstag soll der wohnsitzlose Mann versucht haben, einen 32-Jährigen überfallen. Dabei bedrohte er diesen nach Angaben der Polizei mit einer Spritze. Als Passanten auf die Situation aufmerksam wurden, flüchtete der 25-Jährige zunächst ins angrenzende Bahnhofsviertel. Kurz darauf wurde er dort von einer Streife festgenommen. Seit September hatte es zwischen der Alten Oper, dem Bankenviertel und dem Bahnhofsviertel mindestens 13 vergleichbare Raubüberfälle gegeben. Ob und wie viele davon auf das Konto des 25-Jährigen gehen, war zunächst unklar.

Langgöns. Bei einem Wohnhausbrand am Mittwochabend in Langgöns im Landkreis Gießen sind ein Ehepaar verletzt und 13 Chihuahuas Opfer des Feuers geworden. Der Sachschaden durch das Feuer wird auf mindestens 30.000 Euro geschätzt. Die Brandursache war zunächst unklar. In der Küche des Hauses war aus zunächst unbekannter Ursache ein Schwelbrand ausgebrochen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Eine 64 Jahre alte Frau wurde bewusstlos in einem Zimmer von der Feuerwehr entdeckt. Ihr 66 Jahre alter Ehemann musste durch ein Dachfenster gerettet werden. Beide erlitten Rauchvergiftungen und wurden in ein Krankenhaus gebracht. Für die 13 Chihuahuas kam aber jede Hilfe zu spät, sie verendeten bei dem Feuer. Chihuahuas gelten als die kleinsten Hunde der Welt.

Babenhausen. Nach einem bewaffneten Überfall auf einen Supermarkt in Babenhausen im Landkreis Darmstadt-Dieburg sind vier mutmaßliche Täter festgenommen worden. Die Männer im Alter zwischen 19 und 60 Jahren sollen laut Polizei am Mittwochabend einen Supermarkt-Mitarbeiter mit einer Pistole und einem Pfefferspray bedroht und Geld gefordert haben. Mit den Tageseinnahmen im fünfstelligen Bereich seien sie anschließend geflüchtet - konnten jedoch kurze Zeit später festgenommen werden. Sie hatten „höhere Geldbeträge“ bei sich, die aus dem Überfall stammen könnten, teilte die Polizei mit. Da der Marktleiter mit Pfefferspray besprüht worden war, wurde er zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

Quelle: lu./dpa./lhe./jufi.
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