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Kriminalität

Nach Krawallen in Dietzenbach gut zwei Dutzend Strafverfahren

Aktualisiert am 22.12.2005
 - 15:34
Im Juli brannten Autos in Dietzenbach
Nach Ausschreitungen gegen Polizisten und Feuerwehrleute in Dietzenbach sind 26 Strafverfahren wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, Sachbeschädigung und Brandstiftung eingeleitet worden. 20 Beschuldigte sind bekannte Intensivtäter.

Nach Ausschreitungen gegen Polizisten und Feuerwehrleute im südhessischen Dietzenbach im Juli hat die Polizei bislang 26 Strafverfahren eingeleitet. Gegen 22 Beschuldigte werde unter anderem wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, Sachbeschädigung und Brandstiftung ermittelt, teilten Polizei, Stadt und Landkreis am Donnerstag in einer Zwischenbilanz mit.

Darüber hinaus wurden mehr als 80 polizeibekannte Kriminelle unter die Lupe genommen. Darunter sind 20 sogenannte Intensivtäter, denen die Polizei allein 1.200 Delikte zuordnet. Ein 23jähriger brachte es in seiner bisherigen Karriere bereits auf 268 Straftaten. „Das sind Negativbeispiele, die wir abstellen wollen“, sagte ein Polizeisprecher. Mit der Bündelung der Informationen über solche Mehrfachtäter solle der Justiz sowie den Ausländer- und Sozialbehörden eine bessere Handhabe für ihr Vorgehen gegen diese Personengruppe gegeben werden.

Inzwischen „Schutzmann vor Ort“ eingesetzt

In dem fast ausschließlich von Ausländern bewohnten Dietzenbacher Spessartviertel war es im Juli in drei aufeinander folgenden Nächten zu Krawallen gekommen. Das Hochhausviertel gilt seit langem als sozialer Brennpunkt.

Um Sicherheit und Wohnqualität in der Siedlung zu verbessern, setzte die Polizei inzwischen einen sogenannten Schutzmann vor Ort ein. Ein Quartiersmanagement solle die Bewohner in Entscheidungen über die Sanierung des Viertels einbinden, hieß es in der gemeinsamen Mitteilung. Zu den weitere Schritten gehörten ein Dialogprogramm in den Moscheen und Pläne für einen neuen Park gegenüber der Wohnanlage. Eine Lenkungsgruppe solle überwachen, daß die Pläne auch verwirklicht würden.

Quelle: dpa
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