Sommersaison eröffnet

Endlich wieder baden im Waldsee

Von hans dieter erlenbach, Langen
14.06.2021
, 10:00
Weder Parkchaos noch Warteschlangen vor der Kasse haben die Wiedereröffnung des Langener Waldsees betrübt. Die 5000 Eintrittskarten waren schnell vergriffen.

„Alles läuft bestens“, sagt der Chef des Langener Waldsees, Mario Bautsch, sichtlich erfreut. Am Samstag war der erste Badetag am See, die 5000 zur Verfügung stehenden Karten waren schnell verkauft, die 700 buchbaren Parkplätze ebenfalls. Schon am Morgen postete der Bäderbetrieb in den sozialen Netzwerken, dass die regulären Parkplätze alle belegt seien und keine Anfahrt zum Waldsee mehr möglich sei. Der Hinweis kam offenbar an, jedenfalls blieb das Verkehrschaos früherer Jahre aus.

Zur Erinnerung: Vergangenes Jahr gab es mitten in der Corona-Pandemie nicht nur lange Autoschlangen und brach der Verkehr auf der Bundesstraße 44 teilweise zusammen. Auch vor den Kassen bildeten sich lange Schlangen und standen die Besucher dicht gedrängt. So etwas sollte sich diesmal nicht wiederholen, wie Bäderchef Joachim Kolbe schon vor der Eröffnung gesagt hatte. Direkt an der Bundesstraße gab es für Autos an der Zufahrt zum See die erste Kontrollstelle. Nur wer ein zuvor gebuchtes Parkticket vorweisen konnte, durfte passieren, die anderen mussten umkehren. Einige murrten und beklagten, dass sie von der Onlinebuchung nichts gewusst hätten.

Vollkommen entspannt dagegen war die Atmosphäre am Samstagnachmittag direkt am See. Viele Familien, aber auch Jugendgruppen und Einzelpersonen hatten es sich im Schatten der alten Bäume gemütlich gemacht oder tobten im Wasser. Andere spielten Beach-Volleyball, Kinder kletterten auf dem Piratenschiff. Badegäste, die am Vormittag schon angereist waren, verließen teilweise den See schon wieder, als andere erst ankamen: Auch deswegen blieb das Gedränge aus. Manche hatten sogar ein kleines Zelt zum Schutz gegen Sonne und Wind mitgebracht, andere dagegen picknickten im Freien.

Kein Mundschutz am Liegeplatz

Lediglich vor den Umkleidekabinen und am Essens- und Getränkestand mussten die Badegäste länger ausharren. Aber auch hier hielten sich alle Besucher an die Corona-Regeln und trugen einen Mundschutz. Hatten sie am See ihren Liegeplatz gefunden, durften sie den Mundschutz abnehmen.

Zwei jüngere Frauen schlenderten gemütlich vom Auto zum See und freuten sich, endlich wieder schwimmen zu können. Sie kamen aus dem Main-Kinzig-Kreis, hatten also eine längere Anfahrt. Sie seien mehrmals im Sommer am Langener Waldsee, vor allem wegen der vielen Bäume, die Schatten spendeten, und des weitläufigen Geländes, auf dem man sich nicht ins Gehege komme. Dass sie online ihre Karten und den Parkplatz buchen mussten, sei kein Problem gewesen. Weil das auch an anderen Badeseen derzeit so üblich sei, hätten sie sich im Internet auf der Seite der Stadt Langen vorher informiert. Die Preiserhöhung beim Eintritt am See sahen die beiden jungen Frauen gelassen: An anderen Badeseen sei es auch kaum preiswerter, das Parken oft sogar teurer. Während es vor der Wiedereröffnung in den sozialen Netzwerken Kritik gab, weil die Eintrittskarten vorher gebucht werden mussten, gab es am Samstag an der Kasse nur wenige Beschwerden. Die Kassen dienten lediglich dazu, die gebuchten Eintrittskarten zu kontrollieren. Wer keine hatte, musste wieder abziehen. Kaufen konnte man sie am See nicht.

Der Samstag und der Sonntag waren nach den Worten des Freibadchefs Marius Bautsch ausgebucht. Wer am nächsten Wochenende an den See wolle, solle sich deshalb rechtzeitig um Karten kümmern.

Zumindest an diesem Wochenende hatte die Sperrung der Waldwege für den Autoverkehr ebenfalls gut funktioniert.Vergangenes Jahr hatten dort zahlreiche Autos geparkt, was die Waldbrandgefahr deutlich erhöhte und den Feuerwehren im Ernstfall die Zufahrt zu den Brandorten im Wald versperrt hätte. Mit stabilen Schranken und einem Wachdienst wurde das dieses Jahr von vorneherein verhindert.

Quelle: F.A.Z.
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