FAZ plus ArtikelFassade des Mainzer Rathauses

Italienische Keramik statt Marmor

Von Markus Schug
30.05.2021
, 06:10
Feinarbeit: Die Keramikplatten, die als Muster schon am Bau hängen, sollen sowohl ästhetisch als auch funktional sein.
Die Fassade des Mainzer Rathauses soll mit hohem Aufwand ersetzt werden. Dafür werden rund 13.000 speziell beschichteten Platten aus dickerem Dämmmaterial und dünner Keramik angebracht.

Weder mit dem Auge noch beim Handauflegen lassen sich nennenswerte Unterschiede erkennen: Die grauen Musterplatten, die von einem norditalienischen Keramikproduzenten stammen und seit Mittwoch probeweise am Mainzer Rathaus hängen, fügen sich sozusagen nahtlos in die vorhandene Natursteinfassade ein. Sie sind allerdings deutlich dünner, leichter und letztlich auch günstiger als die vor fast 50 Jahren für die markante Außenhaut gewählten Marmorplatten.

Für die es heutzutage schon allein deshalb keinen gleichartigen Ersatz mehr gibt, weil der norwegische Steinbruch bei Porsgrunn längst geschlossen worden ist, der seinerzeit für den am Rheinufer entstehenden Jacobsen-Bau genutzt werden konnte. „Wir haben uns viele hundert Steinvarianten angeschaut und geprüft“, sagte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) am Freitag bei einem Besichtigungstermin an der Uferstraße. Letztlich gebe es viele gute Argumente, sich für die nun gefundene Keramikvariante zu entscheiden, die mittels fotorealistischem 3-D-Scanverfahren tatsächlich täuschend echt wirke.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Schug, Markus
Markus Schug
Korrespondent Rhein-Main-Süd.
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