FAZ plus ArtikelDie Rückkehr der Biber

Nagende Landschaftspfleger

Von Wolfgang Oelrich
17.10.2019
, 18:38
Biber können in einer Nacht einen Baum von einem halben Meter Durchmesser fällen
Mitten in Deutschland leben seit 2005 wieder Biber – und der Bestand wächst. Die Tiere sind nützlich. Dass sie beinahe ausgerottet waren, hängt mit der Fastenzeit zusammen.
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Der Biber ist zurück mitten in Deutschland. 300 Jahre nach seiner Vertreibung durch den Menschen wurden dort im Jahr 2005 wieder die ersten Tiere gesichtet. Eingewandert sind sie aus Bayern, wie die DNS-Analyse von Haaren beweist. Mittlerweile umfasst der Bestand in der Wetterau mehr als 100 Exemplare. Die Tiere leben, von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, abseits der Verkehrswege an den sechs Hauptflussläufen der Region: Usa, Wetter, Horloff, Nidda, Nidder und Seemenbach. Die Wetterau ist nach dem Main-Kinzig-Kreis das größte Biberrevier in Hessen. Dass das zwischenzeitlich anders war, hängt mit der Fastenzeit zusammen und damals von der katholischen Kirche ersonnenen Kniffs.

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Frank Pfuhl vom Naturschutzbund Deutschland hat ein Faible für die Nager. „Wo Biber zuhause sind, steigt die Artenvielfalt, bei Libellen zum Beispiel um das Zwei- bis Dreifache, bei Fischen und Amphibien noch mehr. Und die Wasserqualität verbessert sich signifikant“, erläutert der Einundfünfzigjährige.

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