FAZ plus ArtikelEntdeckung von Forschern

Wie ein natürliches Prinzip Nervenzellen robuster macht

18.01.2022
, 07:21
Nervenzellen unter dem Mikroskop
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Nervenzellen können ihr Netz von Ausläufern stark verändern und doch ihre Funktion beibehalten. Das haben Forscher aus Frankfurt und Gießen entdeckt. Ihre Erkenntnis kann helfen, Krankheiten wie Demenz besser zu verstehen.
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Dendriten sind Ausläufer von Nervenzellen, über die elektrische Signale empfangen und weitergeleitet werden. Sie können sehr variabel ausgebildet sein – und dennoch können Neuronen, deren Dendriten sich stark voneinander unterscheiden, Informationen auf die gleiche Weise verarbeiten. Das haben Forscher der Universitäten Frankfurt und Gießen sowie des Frankfurter Ernst-Strüngmann-Instituts gezeigt. Sie verwendeten dazu Computermodelle und konnten so nach eigenen Angaben die Zahl der Tierversuche reduzieren.

Das Prinzip der „dendritischen Kon­stanz“, das die Wissenschaftler formuliert haben, besagt auch, dass Input und Output der Nervenzellen praktisch gleich bleiben, wenn sich die Dendriten während der Hirnentwicklung stark verändern. Der Mechanismus wirkt zudem Schäden entgegen, die durch Verletzungen oder Krankheiten entstehen. Bei Demenz etwa könnte er das Auftreten von Symptomen wie Gedächtnisverlust verzögern.

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Quelle: zos.
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