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Tempo 40 als Segen oder Gängelung?

EIN KOMMENTAR Von Oliver Bock, Wiesbaden
30.07.2021
, 22:54
In Stuttgart hat es Wirkung gezeigt: Tempolimit 40 (Symbolbild)
In Wiesbaden wurde ein Pilotprojekt zum Tempolimit 40 als rechtswidrig befunden. Trotz der Vorteile für den Lärm- und den Umweltschutz können skeptische Autofahrer bis 2023 entspannt bleiben.

Bessere Luft, weniger Lärm und ein Gewinn an Verkehrssicherheit. Das hört sich so gut an, dass es eigentlich kaum Gegner eines verschärften Tempolimits in Wiesbaden geben dürfte. Oder? In der Stadtverordnetenversammlung, in der seit März auch ein Vertreter der Autopartei sitzt, hatte es nur ein knappes Votum für einen Pilotversuch mit Tempo 40 auf verschiedenen Hauptverkehrsachsen und Tempo 30 in der Nacht auf verschiedenen Straßenzügen gegeben. Die Gegner sprachen von einer Verteufelung des Autos und von Repression und Gängelung der Autofahrer.

Sie können nun triumphieren, weil der Beschluss des Vierer-Bündnisses aus SPD, Grünen, Linkspartei und Volt rechtswidrig war. Dennoch wird der Versuch kommen. Spätestens wenn die neue Salzbachtalbrücke steht und das städtische Straßennetz nicht länger als Umleitungsstrecke für einen Autobahnabschnitt herhalten muss.

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Quelle: F.A.Z.
Oliver Bock - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Oliver Bock
Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.
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