FAZ plus ArtikelGefahr von Resistenzen

Wie Bakterien Antibiotika aufspüren können

Von Sascha Zoske
04.05.2021
, 05:25
Bakterien, die unempfindlich gegen Antibiotika sind, gehören zu den größten Risiken für die Gesundheit. Wie solche Resistenzen entstehen, untersuchen Forscher der Universität Gießen.

Mikrobiologen der Justus-Liebig-Universität haben einen neuen Mechanismus entdeckt, der Bakterien resistent gegen Antibiotika macht. Die Forscher untersuchten, wie sich Knöllchenbakterien der Gattung Sinorhizobium gegen Abwehrsubstanzen von Pflanzen und anderen Mikroorganismen schützen. Knöllchenbakterien leben an Wurzeln und machen den Pflanzen Stickstoff aus der Luft zugänglich, müssen dafür aber die Verteidigungslinien ihrer Symbiosepartner überwinden.

Wie die Wissenschaftler herausgefunden haben, bindet Sinorhizobium Antibiotika und bioaktive Pflanzenstoffe mithilfe von RNA und einem Peptid in Komplexen. Diese sorgen dafür, dass in der Bakterienzelle bestimmte Boten-RNAs abgebaut werden.

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Autorenporträt / Zoske, Sascha
Sascha Zoske
Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.
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