FAZ plus ArtikelUnterricht in Corona-Zeiten

So viel in der Schule wie möglich

Von Matthias Trautsch
12.11.2020
, 07:07
Etliche Lehrer an hessischen Schulen fordern angesichts der steigenden Corona-Infektionen einen zeitweisen Distanzunterricht. Das hessische Kultusministerium jedoch setzt weiterhin auf Präsenz.

Einen hessenweiten Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht soll es trotz steigender Corona-Zahlen nicht geben. Das hat das Kultusministerium auf Anfrage der F.A.Z. mitgeteilt. In den vergangenen Tagen hatten sich Forderungen gehäuft, zu einem sogenannten Wechselmodell überzugehen, also einer Teilung der Lerngruppen und einem täglichen oder wöchentlichen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht. Unter anderem die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Frankfurter Stadtschülerrat sprechen sich dafür aus. Nur so könne in den Klassenräumen das Abstandsgebot eingehalten werden.

Im Main-Kinzig-Kreis werden Schüler von der siebten Klasse an schon jetzt nach dem Hybridmodell unterrichtet. In Offenbach soll es in den Oberstufen und den beruflichen Schulen in der nächsten Woche dazu kommen. Für den örtlichen GEW-Kreisverband ist das nicht ausreichend. Die Lehrkräfte anderer Schulformen seien wütend, sagt Thilo Hartmann vom Vorsitzendenteam. Die vielen Infektions- und Verdachtsfälle träten nicht nur in den Oberstufen und Berufsschulen auf. Bereits jetzt könne das Kreisgesundheitsamt die meisten Infektionsketten nicht mehr nachvollziehen und stehe den Schulen kaum noch beratend, geschweige denn entscheidend zur Seite.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Trautsch, Matthias
Matthias Trautsch
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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