FAZ plus ArtikelVerkehrspolitik in Wiesbaden

Noch kein Aufatmen

Von Oliver Bock
01.12.2020
, 07:05
Um ein künftiges Diesel-Fahrverbot zu vermeiden, prüft die Stadt Wiesbaden ein verschärftes Tempolimit. Dieses wäre ein zentraler Bestandteil des Luftreinhalteplans, der als Antwort auf die Mahnungen der Deutschen Umwelthilfe formuliert wurde.

Wiesbaden geht davon aus, noch in diesem Jahr und erst recht in den Folgejahren den Stickoxid-Grenzwert von 40 Mikrogramm je Kubikmeter Luft einhalten zu können. Damit sollen die Zusagen gegenüber dem Verwaltungsgericht wegen einer Klage der Deutschen Umwelthilfe eingehalten und ein Diesel-Fahrverbot vermieden werden. An den zehn Passivsammlern im Stadtgebiet wurde zwischen Oktober 2019 und September 2020 ein „gleitender Jahresmittelwert“ erreicht, der den Grenzwert „an den meisten Stationen“ unterschreitet.

So zumindest steht es in der Zwischenbilanz zum 2019 beschlossenen Luftreinhalteplan, die von Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) und Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Die Grünen) als Antwort auf die jüngsten Mahnungen der Deutschen Umwelthilfe formuliert wurde. Es sei der Stadt bewusst, dass die Einhaltung des Grenzwertes „zwingend geboten“ ist, heißt es in den Papier. Mende und Kowol widersprechen allerdings der Einschätzung der Umwelthilfe, dass die Luft in Wiesbaden nur deshalb besser geworden ist, weil wegen der Pandemie und ihrer Einschränkungen weniger Verkehr in und durch die Stadt fließt.

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Quelle: F.A.Z.
Oliver Bock - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Oliver Bock
Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.
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