FAZ plus ArtikelCorona-Bilanz von Cihan Çelik

„Nicht mehr so optimistisch“

Von Ewald Hetrodt, Wiesbaden
24.09.2021
, 18:03
Der Großteil der Corona-Infizierten auf den Intensivstationen ist ungeimpft.
Die vierte Corona-Welle bereitet den Kliniken Sorgen wegen der vielen Ungeimpften. Sowohl den Normalbetrieb als auch die Versorgung der Covid-Patienten zu gewährleisten stellt nach Ansicht des Lungenarztes Cihan Çelik eine Herausforderung dar.
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„Wir machen uns da keine Illusionen“, sagt Cihan Çelik, Oberarzt und Leiter einer Station für Covid-Patienten am Klinikum Darmstadt. „Das Schlimmste ist noch nicht ausgestanden.“ Auch der hessische Gesundheitsminister Kai Klose (Die Grünen) warnt davor, die vierte Welle zu unterschätzen. „Der September ist schön, und man kann sich draußen aufhalten. Aber wenn wieder mehr drinnen stattfindet, wird auch die Infektionsgefahr steigen“, erklärte er am Freitag in einer Pressekonferenz. Angesichts einer Impfquote von nur rund 63 Prozent bereitet Medizinern und Politikern vor allem die Gefahr der größeren Ausbrüche unter Ungeimpften erhebliche Sorgen.

Als „Vorgeschmack auf den Herbst“ bezeichnete Çelik, der der F.A.Z. immer wieder im Verlauf der vergangenen Monate in Interviews Auskunft über die Situation auf seiner Station gab, die aktuelle Lage in den Krankenhäusern. Am Donnerstag wurden nach den Angaben des Gesundheitsministeriums 147 mit dem Virus infizierte Patienten auf den Intensivstationen der sechs hessischen Schwerpunktkrankenhäuser behandelt. Sie sind im Durchschnitt ungefähr 50 Jahre alt. Rund 80 Prozent von ihnen sind nicht geimpft.

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Quelle: F.A.Z.
Ewald Hetrodt - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Ewald Hetrodt
Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.
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