FAZ plus ArtikelHochwasser an Main und Kinzig

Abzuwarten ist keine Option

EIN KOMMENTAR Von Luise Glaser-Lotz
18.11.2021
, 12:21
Bad Soden-Salmünster: Die Kinzigtalsperre staut die Kinzig bei Bad Soden-Salmünster.
Sollte der Damm des Kinzigstausees bei Bad Soden-Salmünster brechen, wäre das eine Katastrophe nicht nur für die Kommunen vor Ort. Die Auswirkungen wären bis nach Frankfurt spürbar. Es gilt jetzt, keine Zeit mehr zu verschwenden.
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Der Kinzigstausee bei Bad Soden-Salmünster ist das tragende Element des Hochwasserschutzes im Main-Kinzig-Kreis. Sollte sein Damm brechen, wäre das eine Katastrophe nicht nur für die Kommunen im Kinzigtal. Die Auswirkungen wären bis nach Frankfurt spürbar, denn die Kinzig würde dann nicht nur von ihren zahlreichen Nebenflüssen aus dem Vogelsberg überspült, sondern auch von den Wassermassen aus dem Stausee weit aus ihrem Bett getrieben. Ihr Wasser strömte dann in den Main, der in Hanau, Maintal und Frankfurt große Schäden anrichten und auch Industriegroßanlagen wie das Kraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg überfluten würde.

Auch wenn es Kritiker gibt, die die Standfestigkeit des Grundes der Staumauer anzweifeln und den Standort des Stausees für schlecht gewählt halten, darf er wohl als sicher gelten. 2022 steht wieder die alle 20 Jahre stattfindende Sicherheitsprüfung an, bei der Wasser des Sees abgelassen wird und alle technischen Einrichtungen unter die Lupe genommen und, wo erforderlich, ersetzt werden. Doch der Stausee kann, auch wenn er noch für viele Jahrzehnte sicher funktioniert, nur das Schlimmste von den Städten und Gemeinden an Kinzig und Main abhalten.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Glaser-Lotz, Luise (lu.)
Luise Glaser-Lotz
Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Kinzig-Kreis.
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