FAZ plus ArtikelWegen Lockdown und Pandemie

Fußgängerzone in der Krise

EIN KOMMENTAR Von Oliver Bock
03.03.2021
, 19:07
Auch jenseits des kommerziellen Einkaufserlebnisses müssen Innenstädte attraktiv sein. Deshalb ist es gut, dass Wiesbaden in seine Fußgängerzone investiert. Dass das eine Daueraufgabe werden soll, ist ein Lichtblick.

Welche Konsequenzen die Corona-Pandemie und der bisher zweimalige Lockdown für die deutschen Innenstädte hat, wird sich wohl erst mit einiger Verzögerung zeigen. Vielleicht auch erst im nächsten Jahr. Dass diese Folgen erheblich sein werden, steht außer Frage. Nicht nur, weil manches inhabergeführte Geschäft, aber auch manche Ladenkette, nicht wieder öffnen wird. Sondern auch, weil eine schwere Krise wie die gegenwärtige Entwicklungen beschleunigt, die mittel- bis langfristig ohnehin eingetreten wären.

Zwei Beispiele für diesen Katalysatoreffekt sind der forcierte Trend zum Online-Kauf und zum bargeldlosen Bezahlen. Beides wird nach der Pandemie nicht wieder auf das frühere Niveau zurückfallen. Nicht wenige Experten rechnen damit, dass es zu massiven Leerständen in den Innenstädten kommen wird. Das schürt Ängste. In allen großen Städten gibt es deshalb gegenwärtig Überlegungen, wie die Fußgängerzonen ihre Funktionen als Zentren des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens, als kommunale Lebensader, bewahren können.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen.

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

F.A.Z. PLUS:

  Sonntagszeitung plus

F.A.Z. PLUS:

  F.A.Z. digital

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
Oliver Bock - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Oliver Bock
Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.
Twitter
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot