<iframe title="GTM" src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WBPR4W&gtm_auth=3wMU78FaVR9TNKtaXLbV8Q&gtm_preview=env-23&gtm_cookies_win=x" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>
Rekordspieler Charly Körbel

„Heynckes war nicht der Totengräber“

Aktualisiert am 12.10.2012
 - 18:28
Spielte vor 40 Jahren zum ersten Mal in der Fußball-Bundesliga: Charly Körbel (links).
Vor 40 Jahren begann die Bundesligakarriere des Rekordspielers mit einem 2:1-Sieg über Bayern München. Im Rückblick werden viele Eintracht-Erinnerungen wach.

Vor 40 Jahren machten Sie Ihr erstes Bundesligaspiel gegen Bayern München. Welche Erinnerung haben Sie?

Der erste Gedanke ist: Erschreckend, ist das wirklich schon so lange her? Wo ist die Zeit geblieben? Damals habe ich nie gedacht, dass ich Rekordspieler werden würde, viermal Pokalsieger und einmal Uefa-Cup-Sieger, und das mit einem Verein. Was mich immer freut, ist, wenn Spieler kommen und fragen, Sebastian Jung zum Beispiel: „Wie ist es möglich, dass einer so viele Spiele macht?“ Die rechnen dann nach und glauben es nicht. Ich habe 20 Jahre lang immer 30 Saisonspiele absolviert.

Und was antworten Sie?

Ich habe keine richtige Antwort. Es ist sicher ein Punkt, dass die Kader kleiner waren. Wir hatten die ersten Jahre nicht mehr als 18 Mann, dazu ein paar Amateure, die auffüllten, wenn wir Verletzungspech hatten. Rotation war kein Thema. Das Ziel war es, mit derselben Mannschaft möglichst durchzuspielen. Und es war so, dass doch ganz viele Bundesligaspieler für den Verein in ihrer Region spielten. Das war bei den Bayern so mit Maier, Müller, Beckenbauer, Roth, Schwarzenbeck, in Gladbach mit Netzer, Heynckes, Vogts und auch bei uns. Nickel, Grabowski, Hölzenbein und ich, für uns gab es nichts anderes als die Eintracht, für den Verein haben wir gelebt.

Sie bekamen es in Ihrem ersten Bundesligaspiel als 17-Jähriger gleich mit dem Bomber der Nation zu tun. Es gibt einfachere Aufgaben zum Start.

Wir gewannen 2:1, und Gerd Müller schoss erst in der Schlussphase sein Tor. Ich wurde gefeiert und bekam einen Stammplatz. Aber als ich neulich eine 20-minütige Zusammenfassung gesehen habe, war ich erschrocken, wie schlecht ich damals gespielt habe. Müller stand drei-, viermal alleine vor dem Torwart. Wenn er vorher ein Tor gemacht hätte und wir verloren hätten, dann wäre meine Karriere nicht so beschleunigt worden.

Waren Sie nicht furchtbar nervös?

Ich hatte gar keine Zeit dafür. Nach dem Donnerstagtraining fuhr ich nach Hause nach Dossenheim bei Heidelberg. Ich stand nicht im Bundesligakader und sollte mich erst wieder am Sonntag bei den Amateuren melden. Doch dann verletzte sich Friedel Lutz. Geschäftsführer Gerhardt rief meine Mutter an, ich solle nach Frankfurt kommen. Aber ich war mit Freunden unterwegs und sie fand mich erst nach langer Suche. Mein Vater nahm dann einen Tag Urlaub, um mich nach Frankfurt zu fahren. Als ich ins Trainingslager nach Heusenstamm kam, fragte mich Trainer Ribbeck, ob ich mir zutrauen würde, gegen Gerd Müller zu spielen. „Klar, Trainer“, sagte ich. Als ich dann in der Mannschaftsbesprechung meinen Namen auf der Tafel las, wurde mir schon etwas mulmig, kurz vor dem Spiel auch. Aber als der Ball rollte, war alles okay.

Sie spielten noch oft gegen Gerd Müller und wurden so etwas wie sein Angstgegner.

Ja, Gerd stöhnte, wenn er mich sah: „Du schon wieder.“ Er hat wenige Tore gegen mich geschossen, weil ich immer Abstand hielt. Er liebte es, auf Tuchfühlung zu gehen, oft fasste er den Verteidigern ans Trikot. Und wenn dann der Ball kam, drehte er sich in den Spieler rein, oder er stieß sich ab, auf jeden Fall nutzte er ihn. Gerd war ja auf den ersten Schritten viel schneller, als die meisten glaubten. Ich blieb immer einen Schritt weg von ihm. Entweder ließ ich ihn den Ball annehmen, ehe ich ihn stellte, oder ich versuchte, früher an den Ball zu kommen als er.

Was hat sich am Drumherum eines Fußballspiels verändert?

Fast alles. Die Spieler müssen heute nichts mehr selbst tun, sie müssen nur erscheinen, mit einem Kulturbeutel und Kopfhörern. Wir fuhren anfangs noch viel mit dem Zug, ich weiß gar nicht mehr, wie viele Koffer ich geschleppt habe. Und ich musste sie so hinstellen, dass sie den Etablierten als Tisch beim Kartenspiel dienten. Im ersten Jahr bin ich vielleicht fünfmal massiert worden. Damals hatten wir nur einen Masseur, und natürlich kamen nur die Stars dran.

Was war noch anders?

Als ich kam, war ich der Lehrling. Punkt. Heutzutage wird schon von den Talenten verlangt, Verantwortung zu übernehmen. Ich war zwar akzeptiert. Aber sie sagten auch: „Du tust, was wir dir sagen. Du läufst für uns.“ Außerdem wurden die Stürmer von den Schiedsrichtern lange nicht so geschützt. Cha Bum wurde quasi als Freiwild angesehen. Wenn ich mich nur daran erinnere, was die Förster-Brüder, Karl-Heinz und Bernd, mit ihm angestellt haben, das waren fast schon Mordversuche. Und er hat nur gelacht und ist immer wieder aufgestanden. Ich habe ihm gesagt, er soll sich doch mal wehren, aber er hat es nicht getan. Cha war aber ohne Fouls nicht zu halten. Wenn da fünf vor ihm standen, ist er völlig unverdorben auf die fünf losgerannt.

War Cha der beste Eintracht-Spieler, mit dem Sie je gespielt haben?

Cha war der kompletteste. Er hatte ein unglaubliches Kopfballspiel, er konnte rechts wie links schießen, und er hatte schon die richtige Einstellung zum Sport. Als wir mit richtiger Ernährung noch lange nichts am Hut hatten, da hat er schon danach gelebt.

War die Integration Chas ein Problem?

Ein Riesenproblem. Er wäre niemals der Cha geworden, der zum Bundesligastar wurde, wenn wir uns nicht so um ihn gekümmert hätten. Ob Willi Neuberger, Bernd Nickel oder Bernd Hölzenbein: Das waren ja alles Freundschaften, die sich entwickelten. Und das ist bis heute nicht abgebrochen. Wir haben damals zwei Grundregeln ausgemacht: Mach eine spezielle Handbewegung, wenn du den Ball in den Fuß haben willst, und mach eben nichts, wenn du ihn in den Lauf haben willst. So haben wir Stück für Stück sein Vertrauen gewonnen. Seine ersten Worte waren: „Du, Charly, böser Mann.“ Dabei hat er mit dem Finger gewackelt. Das macht er heute noch.

Wieso Charly, böser Mann?

Ich hatte ja oft im Training gegen ihn gespielt und ihn auch häufiger in die Wade getreten. Aber er hatte auch Waden und Oberschenkel! So was von ausgebildet, das war sensationell - und diese Sprungkraft.

War die Integration von Ausländern jemals ein Problem?

Es hat fast immer funktioniert. Wenn es Probleme in der Mannschaft gab, dann sind wir zum Ruppe Karl gefahren. Karl Rupp, das war ein Fan, der eine Apfelweinkneipe in Obererlenbach hatte. Dort ging die Mannschaft immer hin, wenn es was zu bereinigen gab. Das hat meist der Grabi (Jürgen Grabowski) organisiert. Alle Spieler mussten hin, Absagen wurden nicht akzeptiert. Der Ruppe Karl hat uns in einen Raum gebracht, die Tür zugesperrt und keiner durfte raus. Und dann gab es nur Schnaps. Wir haben nur gesagt: „Cha, sauf!“ Er hat uns angeguckt, als wäre er in einer anderen Welt gelandet. Dieser Schnaps, der da getrunken worden ist! Die ganze Mannschaft hätte aus dem Verkehr gezogen werden können, wenn es eine Polizeikontrolle gegeben hätte.

Im Laufe von zwanzig Jahren verändert sich der Fußball. Wie schwierig war es für Sie, die Entwicklung mitzumachen?

Gar nicht. Wir hatten eine gute Ausbildung. Ich habe die besten Taktiker kennengelernt. Gyula Lorant und Dietrich Weise waren ihrer Zeit zum Beispiel weit voraus. Heute reden alle von Lauftrainingslager - wir haben sie schon vor 35 Jahren gemacht. Nur eben nicht in den Alpen, sondern in Oberursel. „Hübler, pack keine Bälle ein, nur Medizinbälle“, hat Weise dann den Zeugwart beauftragt, und wir sind durch die Obstbäume gelaufen. Grabi und Nickel fragten den Trainer prompt, ob er sie noch alle hätte.

Und hat sich Weise durchgesetzt?

Er hat seinen roten Kopf gekriegt und gesagt: „Wir machen das jetzt.“ Der andere, von dem ich viel gelernt habe, war Gyula Lorant. Er war ein Fuchs. Unter ihm haben wir mal 21 Spiele nacheinander nicht verloren. Er hat die Raumdeckung eingeführt, ohne dass wir es merkten. Er ließ uns immer wieder in kleinen Gruppen das Verhalten im Raum üben, aber immer nur mit den elf, die samstags auch spielen sollten. Ronny Borchers, unser Nationalspieler, war damals bei der Bundeswehr und kam nur zum Abschlusstraining. Den ließ Lorant gar nicht mehr mitmachen. „Borchert, du Hartplatz“, sagte er nur. Er konnte sich den Nachnamen nicht merken. Grabowski bewegte er dazu, pünktlich zum Training zu kommen. Grabi hatte sich angewöhnt, zu jedem Training zu spät zu kommen, die Vorgänger ließen das durchgehen. Aber Lorant hat ihn auch stark geredet: „Du kannst doch noch mal zur WM, du musst Nationalmannschaft spielen.“ Unter Lorant hatte Grabowski seine beste Saison gehabt. Zu mir sagte Lorant einmal plötzlich: „Du bist kein Vorstopper mehr.“

Wieso?

Wegen der Raumdeckung. Er sagte: „Du spielst jetzt mit Trinklein, Reichel und Weidle zusammen, ihr bildet eine Einheit.“ Ich sollte den Ball keinem anderen mehr zuspielen. Er hat immer in Gruppen trainieren lassen. Diese standardisierten Spielzüge hatten riesige Vorteile, weil jeder vorher wusste, was der andere machen würde. Lorant hatte auch seine verrückte Seite. Einmal sollte ich trotz Bänderriss spielen, Vereinsarzt Degenhard lehnte ab. Ich stand trotzdem auf dem Spielberichtsbogen. Als ich beim Warmmachen nur humpeln konnte, ließ Lorant dann Borchers Innenverteidiger spielen. Wir verloren 0:2, weil wir zwei Kopfballtore kriegten. Ronny konnte nie Kopfball. Aber so war das - wenn einer angeschlagen war, sagte Lorant: „Komm, mach ein bisschen Zahnpasta drauf, dann geht es schon.“ Zu mir sagte er: „Du bist mit einem Bein besser als andere mit zweien.“ Da strengt man sich halt an, wenn man so etwas hört. Und dann ging es auch.

Welche Trainer haben Sie noch beeindruckt?

Ich habe von jedem Trainer etwas mitgenommen, außer von Dettmar Cramer. Der hat mit seinem dicken Fifa-Abzeichen auf dem Trainingsanzug Klappmesser vorgemacht. Das war es dann aber auch schon. Da waren Zebec und Heynckes andere Kaliber. Unter Heynckes war ich auch Co-Trainer bei der Eintracht. Er ließ mich vier Wochen lang jede Einheit mitschreiben, die Aufzeichnungen habe ich immer noch. Und ich habe mir sie neulich erst durchgelesen, die Übungen waren genial.

Für viele Fans war Heynckes der Totengräber der Eintracht, weil er Yeboah, Okocha und Gaudino rauswarf und die spielerisch vielleicht beste Eintracht-Mannschaft der Geschichte zerstörte.

War er nicht. Ich halte viel von ihm, auf Jupp lasse ich nichts kommen. Ich habe sehr viel von ihm in Sachen Disziplin, Ordnung und Organisation gelernt. Er hatte das Pech, zum falschen Zeitpunkt hier zu sein. Man hat ihm Unrecht getan.

Hätte er im Umgang mit den Stars mehr Fingerspitzengefühl haben müssen?

Nein. Das Konsequente war ja auch seine Art, deshalb hatte ihn die Eintracht verpflichtet. Man wollte einen Trainer, der die Verantwortung übernimmt. Heynckes war zu dem Zeitpunkt, als die Sache mit Yeboah, Okocha und Gaudino geschah, aber auch schon sauer. Denn die Eintracht hatte ihm Sachen versprochen, die nicht eingehalten wurden. Ich war an der ominösen Sache damals direkt beteiligt und kann sagen: Heynckes konnte gar nicht anders handeln, als die Spieler rauszuwerfen. Sonst hätte er als Trainer aufhören können.

Was spielte sich damals ab?

Das Verhältnis zwischen Heynckes und Yeboah, er war damals der vielleicht beste Stürmer in allen europäischen Ligen, war von Anfang an schlecht. Yeboah sagte immer, Heynckes habe „böse Augen“. Dann gab es ein Training, in dem Okocha, Gaudino und Yeboah nur den Kasper machten. Heynckes hat sie sich geholt und gesagt: „Entweder spielt ihr richtig, oder ihr lauft.“ Aber sie machten weiter nur Unsinn. Heynckes pfiff ab und sagte ihnen, sie könnten sich umziehen und müssten mit mir am Nachmittag im Riederwald Lauftraining machen. Auf dem Weg in die Kabine traf Yeboah den „Bild“-Reporter Palmert und sagte ihm: „Unter Heynckes werde ich nicht mehr bei der Eintracht spielen. Er oder ich.“

Der Anfang vom Ende.

Ich sagte nur: „Tony, du bist verrückt.“ Drei Stunden später trafen wir uns am Riederwald. Heynckes hatte mich vorher instruiert, dass ich nicht so schnell laufen sollte, damit sie nachher nicht sagen könnten, sie seien kaputt. Und er, Heynckes, würde auch mitlaufen. Ich hatte Yeboah geraten, sich zu entschuldigen, aber das wollte er nicht. Also, wir liefen, ganz langsam, wir haben noch nicht mal geschwitzt: Yeboah, Gaudino, Okocha und ich - Heynckes hinterher, mit seinem roten Kopf, er hatte ja beide Knie kaputt. Und Tony raunte mir immer zu: „Schneller, mach ihn fertig.“ Danach hat Heynckes den dreien mitgeteilt, am nächsten Tag um elf Uhr sei Treffpunkt, Trainingslager vor dem Spiel gegen Gladbach. Und Yeboah antwortete: „Ich komme nicht!“ Was machst du da als Trainer? Da kannst du ihn nur rausschmeißen. Jupp und ich sind dann in die Kabine gegangen, und er hat einen Wutanfall bekommen, wie ich ihn noch nie erlebt habe. Der mangelnde Respekt hat ihn verrückt gemacht. Am nächsten Tag, da war die „Bild“-Geschichte erschienen, kam Gaudino ins Trainerzimmer und sagte: „Trainer, ich kann nicht spielen, ich bin mental dazu nicht in der Lage.“ Fünf Minuten später klopfte Okocha und sagte in seiner murmelnden Stimme: „Trainer, ich kann das nicht verarbeiten, was passiert ist, ich kann nicht spielen.“ Daraufhin sagte Jupp zu mir: „Ich schmeiß sie alle raus.“

Der Vorstand hat sich nicht eingemischt?

Nein, sie haben Jupp völlig alleine gelassen. Der Vorstand hätte vermitteln können oder auch sagen können, wir haben den besten Stürmer Europas, der bleibt. Aber niemand kam. Und dann spielten wir ohne die drei in Gladbach und gewannen 3:0. Alle jubelten: „Endlich haben wir einen Trainer, der durchgreift.“ Dann ging es noch einigermaßen gut weiter, bis wir im Viertelfinale des Europacups gegen Juventus knapp und unglücklich gescheitert sind. Da dachten alle, mit den dreien hätten wir sogar Europapokalsieger werden können. Und alle haben Heynckes den Schwarzen Peter zugeschoben.

Philipp Lahm kritisiert in seinem Buch die alten Trainingsmethoden. Sie sagen, Sie seien schon gut trainiert worden.

Vielleicht nach heutigen Erkenntnissen nicht richtig, aber richtig viel. Wir bekamen keine Pläne mit in den Urlaub, und wir wurden auch nicht regelmäßig gewogen. Aber keiner wollte sich die Blöße geben, durch den Laktattest zu fallen. Das wäre einem höchstens einmal passiert und nicht mehrmals wie zuletzt Caio. Als ich als Siebzehnjähriger ins Trainingslager kam, liefen wir Runde um Runde. Und das Schlimmste war, wir bekamen nichts zu trinken. Damals war Trinken verboten. Wir sind unter die Dusche und haben Duschwasser getrunken, daraufhin kam Trainer Ribbeck und drehte die Dusche ab. Dann bist du zum Essen gekommen und hast eine kleine Flasche Wasser gekriegt. Alle tranken sie sofort aus, nur Jürgen Kalb nicht. Der war ein Ausdauertalent ohne Ende, und der nahm nur einen Schluck. Sofort kamen die anderen und boten ihm Geld für den Rest in der Flasche. Bernd Nickel wollte 10 Mark geben.

Das klingt nicht nach gut trainiert...

Damit will ich nicht sagen, dass die Trainer Idioten waren, die Erkenntnisse waren so. Es war zum Beispiel faszinierend, welches Gespür Jörg Berger hatte, um eine Mannschaft fit zu bekommen. Oder Lothar Buchmann. Ein richtiger Fuchs. Vor dem Pokalfinale 1981 hatten wir gegen den Endspielgegner Kaiserslautern in der Woche zuvor in der Bundesliga 1:4 verloren. Die Lauterer fühlten sich schon als Pokalsieger. Buchmann sagte, wir müssen noch was tun, und fuhr mit uns dienstags in die Erbismühle ins Trainingslager, Samstag war das Spiel. Da sind wir dann den steilen Skihang hochgelaufen. Bis nach Stuttgart hat die Mannschaft nur geschimpft, noch im Bus: „Scheiße, wir haben dicke Beine.“ Dann sind wir aufs Spielfeld und haben die Lauterer totgelaufen. Wir haben unser bestes Pokalfinale gezeigt und 3:1 gewonnen.

Das Gespräch führte Peter Heß.

Spiel in Kürze

14. 10. 1972

Eintracht Frankfurt - FC Bayern 2:1 Frankfurt: Kunter - Kliemann - Körbel - Kalb, Rohrbach - Weidle, Grabowski, Hölzenbein, Nickel - Heese (68. Reichel), Ender Konca.

München: Maier - Beckenbauer - Schwarzenbeck - Hansen, Breitner - Zobel, Roth

(85. Edgar Schneider), Krauthausen (62. Dürnberger) - Hoeneß, Müller, Hoffmann.

Zuschauer: 41.000.

Tore: 1:0 Weidle (53.), 2:0 Hölzenbein (75.), 2:1 Gerd Müller (86.).

Schiedsrichter: Kindervater (Köln).

Besonderes Vorkommnis: Kunter hält Elfmeter von Beckenbauer (38.).

Quelle: F.A.Z.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.