FAZ plus ArtikelZum Tod von Bill Ramsey

Jazzmusiker mit Faible für Frankfurt

Von Florian Balke
05.07.2021
, 20:18
Deutsch-amerikanische Einheit: Bill Ramsey singt am 3. Oktober 2014 auf dem Römerberg.
Seine Hörer begeisterte er mit Jazz und Schlagern, seiner eigenen Radiosendung blieb er lang verbunden. Bill Ramsey, der Sänger mit der freundlich-fröhlichen Art, hat in Frankfurt Spuren hinterlassen.

Sein Studienfach war typisch Frankfurt. So typisch, als sei er in der Stadt des Instituts für Sozialforschung zur Welt gekommen. Eine Zeitlang versuchte Bill Ramsey, seinen Abschluss in Soziologie, einst noch in Übersee begonnen, an der Goethe-Universität zu erlangen. Da hatte der junge Soldat, der in Yale Jazz und Blues gespielt hatte, seinen Dienst bei der Air Force gerade hinter sich, eine Karriere als Musiker aber noch vor sich. Es wurde ein Studium ohne Abschluss.

Ramsey, verschont geblieben von der Skepsis der Gesellschaftswissenschaften gegenüber der Unterhaltungsindustrie, widmete sich statt der Kritischen Theorie der affirmativen Praxis. Aus dem allseits geschätzten Musiker, im Jazzkeller entdeckt und beim Deutschen Jazzfestival zu Gast, wurde schon bald ein erfolgreiches Rädchen in der Maschine des deutschen Schlagers.

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Florian Balke - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Florian Balke
Kulturredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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