Sanfter PCR-Test

War’s das schon?

Von Petra Kirchhoff
19.01.2021
, 08:48
Schnell erledigt: ein Abstrich für den PCR-Test
Der Rachenabstrich war sehr sanft. Jetzt sorgt sich die Testperson, das Material könne für ein verlässliches Ergebnis nicht ausreichen, doch das Labor beruhigt.
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Den Mund weit auf, das Stäbchen kurz rein in den Rachen, ein sanftes Tupfen und dann wieder raus. Wie, das war es schon? Nach einem Corona-Test kürzlich im Testcenter des DRK auf dem Frankfurter Festplatz am Ratsweg beschlich uns ein komisches Gefühl. Hatte der Mitarbeiter den Rachenabstrich für den PCR-Test auch gründlich genug gemacht? Und: Ist auf das negative Ergebnis, das am Folgetag eintrifft, auch Verlass? Schließlich hatte der befreundete Arzt bei einem Schnelltest mit Abstrich in der Nase das Stäbchen intensiver hin und her gedreht und uns deutlich mehr gepiesackt.

Auf das Housekeeping-Gen kommt es an

Das zuständige Partnerlabor Centogene gibt auf Nachfrage jedoch Entwarnung. Bei der Probenentnahme setze man ausschließlich auf geschultes Personal. Ob der Abstrich für einen PCR-Test intensiv genug sei, könne der Laie nicht erkennen. „Aber wir sehen im Labor ganz genau, ob genügend biologisches Material auf dem Abstreichspatel ist“, teilt eine Sprecherin mit. Alle Proben würden auf ein sogenanntes Housekeeping-Gen untersucht, das sei ein Gen, das Auskunft darüber gebe, ob überhaupt menschliche Schleimhautzellen in der Probe vorhanden seien. „So stellen wir sicher, dass ausreichend Probenmaterial für ein zuverlässiges Ergebnis entnommen wurde“, heißt es weiter.

Ist das Housekeeping-Gen nicht nachweisbar, wird der Kunde laut Centogene darüber informiert, dass die Probe nur eingeschränkt ausgewertet werden konnte. Das verantwortliche Personal werde dann nachgeschult. „Der Kunde kann in diesen Fällen einen Zweittest bei uns erhalten.“ Im Übrigen dürften Kunden, die das Gefühl hätten, der Abstrich sei nicht gründlich genug gemacht worden, die Mitarbeiter gerne darauf ansprechen. Das machen wir beim nächsten Mal. Jetzt aber freuen wir uns darüber, dass der Test negativ ist - hoffentlich.

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Quelle: F.A.Z.
Petra Kirchhoff - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Petra Kirchhoff
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
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