Spaziergang in Griesheim

Ironisches Protestpicknick

19.07.2013
, 18:30
Mit einem ironischen Spaziergang zum Dagger Komplex in Griesheim hatte Daniel Bangert den Staatsschutz auf seine Fährte gelockt. Nun hat er über das Internet abermals zu einem Ausflug mit Picknick eingeladen.

Der Aktivist Daniel Bangert hat für Samstag, 20. Juli 2013, erneut zu einem Ausflug zum Dagger Komplex der US-Armee in Griesheim aufgerufen, um gegen die Abhörmethoden der US-Geheimdienste zu protestieren. Über Facebook hat Bangert zu der deutlich ironisch gefärbten Demonstration eingeladen. In der Beschreibung heißt es, man wolle einen Spaziergang zu dem Komplex machen und anschließend picknicken. Bis zum Abend haben bereits über 650 Personen ihre Teilnahme angekündigt.

Der öffentlichen Einladung verlieh der 28 Jahre alte Bangert einen scherzhaften Anschein, indem er sie im Namen des von ihm kürzlich erfundenen „NSA-Spion-Schutzbundes“ und im Stile eines naturkundlichen Hintergrundes schrieb. „Vielleicht lassen sich die Spione durch den Duft diverser Köstlichkeiten aus ihrem Bau locken und vom NSA/SPY TV-Team ablichten“, heißt es darin. Wenn möglich, sollen sich die Demonstranten zur Tarnung vor den scheuen „NSA-Spionen“ als Pappkameras verkleiden. Die Partei Die Linke in Darmstadt hat ebenfalls zur Teilnahme an der Kundgebung aufgerufen.

Daniel Bangert hatte schon vergangenen Samstag einen Spaziergang zum Dagger Komplex organisiert, an dem 70 Personen teilnahmen. Nachdem bekannt geworden war, dass Staatsschutz und Polizei am Morgen der ersten Demonstration bei Bangert vor der Tür standen, verbreitete sich die Geschichte vom nicht ganz ernst gemeinten Naturspaziergang wie ein Lauffeuer im Internet.

Quelle: FAZ.net/LHE
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot