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3:2 gegen Frankfurt

Die Borussia siegt dank Batshuayi

Von Richard Leipold, Dortmund
 - 20:08
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Am Ende herrschte im größten deutschen Fußballstadion eine Begeisterung wie seit Wochen nicht mehr. Nicht nur die Dortmunder Borussen, am Ende der glückliche Gewinner einer spannenden Partie erhielten ein Menge Beifall, auch die Profis der Frankfurter Eintracht wurden von ihren Fans mit Applaus in den Feierabend geschickt. Beim 3:2 über aufmüpfige, in der zweiten Hälfte mutige Hessen fiel die Entscheidung zugunsten des BVB erst in der vierten Minute der Nachspielzeit, als der eingewechselte Stürmer Michy Batshuayi seinen zweiten Treffer an diesem unterhaltsamen Abend erzielte. Dortmund dagegen genoss die Gunst des Augenblicks. „Wenn du in der 94. Minute das entscheidende Tor machst, brauchst du auch den Faktor Glück“, sagte BVB-Trainer Peter Stöger.

Zweimal hatte Frankfurt dank der Tore von Luka Jovic (75.) und Danny Blum (90.) ausgeglichen. Für Dortmund traf neben Batsuhayi noch der Frankfurter Verteidiger Marco Russ, dem ein Eigentor unterlief (12.). Der BVB hatte keines seiner vorherigen vier Pflichtspiele gewonnen. „Ich bin sehr erleichtert, weil ich in den letzten Spielen nicht mehr getroffen hatte. Zudem war es ein ganz wichtiger Sieg gegen eine bisher punktgleiche Mannschaft“, sagte der zweimalige Torschütze (77./90.) des BVB. Sein Trainer lobte vor allem die Leistung seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit. Da habe seine Elf „so gut gespielt wie seit Wochen, vielleicht seit Monaten nicht mehr“.

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Aber auch in der für Dortmund schwierigen zweiten Hälfte hat der Fußball-Lehrer manches gesehen, was seiner Mannschaft zuletzt öfter gefehlt hat: die Bereitschaft, dagegen zu halten, zu fighten. „Du hast draußen das Gefühl gehabt, dass die Jungs alles unternehmen“, sagte Stöger.

Stöger hatte die Startelf des BVB auf vier Positionen verändert. Im Abwehrzentrum kam Manuel Akanji anstelle von Sokratis zum Zuge, Lukasz Piszczek nahm seine Planstelle als Rechtsverteidiger wieder ein. Die Flügel besetzte der Coach mit Christian Pulisic und Maximilian Philipp. Marco Reus rückte ins zentrale Mittelfeld, André Schürrle in die Spitze. Bei diesem Rotationsverfahren fanden sich profilierte Kräfte wie Mario Götze, Julian Weigl und Batshuayi auf der Ersatzbank wieder. Angetrieben vom Willen, die schwache Leistung aus dem jüngsten Europa-League-Spiel vergessen zu machen, legten die Dortmunder mit Schwung los und spielten eine Reihe Chancen heraus.

Russ „klaut“ Reus das Tor

Ein Volleyschuss von Reus und ein Kopfball von Schürrle verfehlten ihr Ziel noch, aber die Einschläge kamen näher, und Russ erledigte dann unfreiwillig das, was die Borussen zuvor versäumt hatten. Als eine Flanke von Pulisic das Angriffszentrum erreichte, kam der Frankfurter Abwehrmann dem heranstürmenden Reus zuvor und lenkte den Ball ins eigene Tor.

Der Führungstreffer hob die Stimmung der Dortmunder, die zuletzt bei den Spielen gegen Augsburg (1:1) und in der Europa League gegen Salzburg (1:2) merklich gelitten hatte. Aber im weiteren Verlauf vermochte die Heimmannschaft zunächst nicht zu halten, was ihr flotter Start versprochen hatte. Auf der anderen Seite wirkte die Abwehr stabil genug, um Frankfurter in der ersten Hälfte vom Dortmunder Strafraum fernzuhalten. Das fiel den Borussen nach dem Seitenwechsel schwerer. Die Hessen kamen besser ins Spiel. Ohne Mo Dahoud, einen ihrer auffälligsten Spieler, fiel es den Dortmundern schwer, im Mittelfeld die Kontrolle über Ball und Gegner behalten.

Trotz einer guten Leistung war Dahoud in der Pause gegen Weigl ausgetauscht worden – offenbar weil Stöger nicht das Risiko eingehen wollte, den schon mit Gelb verwarnten Mittelfeldspieler durch einen Platzverweis zu verlieren. Allmählich verfielen die Borussen wieder in die Unart, einen knappen Vorsprung verwalten zu wollen. Frankfurt tat nun mehr für die Offensive als die westfälischen Verwalter, für die das Sichern des eigenen Tores mehr und mehr in Arbeit ausartete.

Sich auf einen knappen Vorsprung zu verlassen sollte sich rächen. Zwei Einwechselspieler verhalfen Frankfurt zum Ausgleich. Das Kopfballtor von Jovic nach einem Freistoß von de Guzman wirkte wie ein Weckruf auf die Borussen, die plötzlich wieder in Fahrt kamen. Nur zwei Minuten nach dem Ausgleich brachte Batsuhayi, nach gut einer Stunde für Philipp eingewechselt, Dortmund wieder in Führung. Aber das war‘s noch nicht. In der Nachspielzeit kam Frankfurt noch einmal zurück – und ging am Ende doch leer aus.

Quelle: F.A.Z.
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