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Eintracht Frankfurt im Aufwind

Europa, sie kommen!

Von Marc Heinrich
 - 13:50

Der Countdown hat optimal begonnen. Nach dem 1:0 über Hannover bleiben der Eintracht nun noch neun Spiele, um auf der Schlussetappe der Saison ihr Werk zu vollenden, das sie seit einem halben Jahr mit Geschick und Glück aufgebaut hat: Die Aussicht, dass sich der Klub für das internationale Geschäft qualifiziert, wird immer besser. Sowohl die Teilnahme an der Europe League als auch der Aufstieg in den elitären Champions-League-Zirkel sind für Niko Kovac und seine Mannschaft zu greifbaren Zielen geworden. 42 Punkte haben sie sich bis heute erarbeitet, der Vorsprung vor den Verfolgern beträgt schon sieben Zähler. Kaum vorstellbar, dass sich das Team, so wie es sich in den vergangenen Monaten immer wieder präsentierte, diese Gelegenheit noch entreißen lässt.

Die Eintracht besitzt mittlerweile die Qualität, konsequent zuzuschlagen, sobald der Gegner es zulässt. Das bekamen auch die 96er zu spüren. Der Stärke, die aus der Tiefe des Frankfurter Kaders resultierte, waren sie nicht gewachsen. Fingerspitzengefühl sowie weitsichtige Planung von Sportvorstand Bobic und Manager Hübner haben dafür gesorgt, dass Kovac mittlerweile über eine Fülle an personellen Möglichkeiten verfügt, durch die er auch in schwierigen Momenten (wie nach dem 0:1 in Stuttgart) unaufgeregt bleiben und in Ruhe nach Lösungen suchen kann.

In den meisten Belangen überlegen

Mit de Guzmán, da Costa und Fernandes gehörten drei Profis am eisig kalten Frankfurter Samstag zu den prägenden Typen auf dem Rasen, die mit heißem Herzen und Einsatzbereitschaft vorneweg marschierten. Keiner von ihnen spielte in dieser Saison bislang eine tragende Rolle. Jeder Einzelne präsentierte sich nun aber, als Kovac für ihn eine besondere Verwendung hatte, um Boateng, Fabian und Gacinovic eine schöpferische Pause zu gestatten, punktgenau als verlässlicher Ersatzmann. Das Trio untermauerte seinen Anspruch, öfter als erste Wahl berücksichtigt zu werden, so, wie es einem Trainer am liebsten ist: durch Leistung. Kovac, auch das gehört zu den Pluspunkten seines Tuns in Frankfurt, hat innerhalb seines Aufgebots ein konstruktives Arbeitsklima geschaffen: Niemand kann sich auf seine vergangenen Verdienste etwas einbilden, sondern es kommt stets darauf an, zu zeigen, dass man für kommende Prüfungen eine Hilfe sein möchte.

Die nächste Aufgabe auf ihrer Tour, die bis Mai auf den Gipfel des Frankfurter Fußball-Glücks führen kann, besitzt einen besonderen Schwierigkeitsgrad: Beim Gastspiel in Dortmund treffen Kovacs Kämpfer auf einen Gegner, der ihnen in den meisten Belangen überlegen erscheint. Beim nüchternen Blick auf die reinen Fakten lassen sich nicht so viele Argumente finden, die für den ersten Auswärtssieg in Dortmund seit acht Jahren sprechen. Doch daraus darf der Favorit, geht es nach Kovac, gerne (falsche) Schlüsse ziehen. Mit wenigen Möglichkeiten das Maximum des Machbaren zu erreichen gehört zu den Vorzügen, durch die sich der Eintracht-Jahrgang 2017/2018 besonders auszeichnet. Behält er auch diese Effektivität bei, kann aus dem Traum von Europa alsbald Realität werden.

Quelle: F.A.Z.
Marc Heinrich
Sportredakteur.
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