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Ringen

Showdown in Burghausen

Von Daniel Meuren, Mainz
 - 16:06

Die Ringer des ASV Mainz 88 setzen für ihre Chancen auf einen deutschen Meistertitel alle Hebel in Bewegung: Das zeigte schon die ungewöhnlich frühe Abreise zum Hinkampf im Halbfinale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft bei Wacker Burghausen an diesem Samstagabend (19.30 Uhr). Der Tross mit insgesamt sechzehn Sportlern, von denen nur zehn zum Einsatz kommen dürfen, setzte sich bereits am Freitag in Bewegung, am Vorabden des Duells in Burghausen bezog das Team Quartier in München, von wo aus am Samstag nur noch 100 Kilometer ohne Winterurlaubsverkehrsstress zu bewältigen sind.

Zudem bot der SV Hallbergmoss als ein im Ringen durchaus nicht unüblicher Gastegeber beste Trainingsgelegenheiten für eine Einheit am Freitagabend sowie am Morgen des Kampftags. „Wir wollen nichts dem Zufall überlassen und unseren Ringern die beste Vorbereitung ermöglichen“, sagte Trainer David Bichinashvili.

Nach leichten Aufgaben in den vorherigen Play-off-Runden, die die Mainzer gegen Merken und Triberg nahezu ohne Gegenwehr für sich entschieden hatten, kommt es in Burghausen nun zu einem Kampf auf Augenhöhe auf dem Weg zum möglichen vierten Meistertitel der Mainzer nach 1973, 1977 und 2013. In Burghausen wie auch im Rückkampf am kommenden Samstag in Mainz (19.30 Uhr) wird es nach einer bislang langweiligen Bundesligasaison zu Weltklasseduellen kommen. Die Mainzer im Hinkampf vermutlich die vier Ausländerpositionen mit Beka Bujashvili (57 Kilogramm Freistil), Balint Korpasi (75 Kilogramm Greco), Soner Demirtas (75/80 Kilogramm Freistil) und Tadeusz Michalik (86 Kilogramm Greco) besetzen und damit den Burghausener Spitzenmännern wie Kakhaber Khubezhty oder Vladimir Egorov mindestens Gleichwertiges entgegensetzen, Aber auch die deutschen Ringer auf beiden Seiten, allen voran die Nationalteam-Ringer Gabriel Stark auf Mainzer und Matthias Maasch auf Seiten der Bayern versprechen Spannung. „Die Chancen stehen 50:50, ich traue meiner Mannschaft absolut zu, dass sie gewinnt“, sagt Bichinashvili.

In Burghausen müssen die Mainzer sich auf einen Hexenkessel mit rund 2000 Zuschauern gefasst machen. Nach Jahren in unteren Ligen herrscht um den bayrischen Klub eine große Begeisterung, weil es den Verantwortlichen auch gelungen ist, um das prominenteste Eigengewächs Maasch herum ein Team mit mehreren Bayern zu formen. „Wenn da gute Stimmung herrscht, dann hilft das auch uns. Es macht einfach Spaß, dann zu ringen“, sagt Bichinashvili.

Ringen im Selbstversuch
Am Boden und in der Luft
© Wonge Bergmann, FAZ.NET
Quelle: F.A.Z.
Daniel Meuren
Sportredakteur.
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