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SV Darmstadt 98

Hamit Altintop verlässt „Lilien“

Von Alex Westhoff
 - 07:04

Seine letzte Ballberührung im „Lilien“-Trikot war eine verunglückte Flanke, die sich in der 94. Minute in Fürth zum 1:1-Ausgleich ins Netz senkte. Dass dieser Treffer, der den SV Darmstadt 98 über den Winter immerhin auf Zweitligarang 16 hielt, Hamit Altintops Abschiedsgeschenk sein würde, war da nicht zu erwarten. Am Donnerstag gab der SV 98 bekannt, dass der Verein dem Wunsch seines prominentesten Profis um Vertragsauflösung nachgekommen ist. Altintop, dessen Bruder Halil bei Slavia Prag ebenfalls kurz vor dem Abschied steht, führte familiäre Gründe an, aus denen er seinen Lebensmittelpunkt wieder in die Türkei verlegen wird.

Der 35-Jährige wechselte im Januar 2017 von Galatasaray Istanbul zum damaligen südhessischen Bundesligaklub. „Ich habe mir die Entscheidung überhaupt nicht leichtgemacht, weil ich während meines Jahres bei den ‚Lilien‘ den Klub, die Verantwortlichen, die Teamkollegen, die Mitarbeiter und die Fans extrem schätzen gelernt habe“, sagte der einstige Spieler von Bayern München und Real Madrid.

Besondere Verbindung zu Torsten Frings

In seinen ersten sechs Monaten war der Routinier im zentralen Mittelfeld dank seiner Übersicht, Technik und Aura eine stabilisierende Kraft und ein riesiger Gewinn für die „Lilien“. Der ehemalige Trainer Torsten Frings, mit dem Altintop eine besondere Verbindung pflegt, warb dann im Sommer intensiv um dessen Dienste auch in der zweiten Liga. Der einstige türkische Nationalspieler zierte sich lange, ehe er mit einigem Getöse kurz vor Saisonstart im Juli als Darmstädter Zweitligaspieler präsentiert wurde.

Doch in der zweiten Liga konnte er nach solidem Start nie mehr an seine Leistungsstärke aus dem ersten Halbjahr anknüpfen. Vielmehr tat er sich mit dem veränderten Spiel und dem großen Elan der Gegner außerordentlich schwer. Für Altintop wurde die Last der (eigenen) Erwartungen von Woche zu Woche schwerer. Dieser Befund und die Entlassung seines Förderers Frings haben vermutlich auch seine Entscheidung beeinflusst, die „Lilien“ zu verlassen. Schon sein Statement nach dem von ihm erreichten Happy End in Fürth klang nach Abschiedsworten. „Für mich war die Hinrunde enttäuschend. In den letzten Wochen habe ich mit mir selbst gekämpft und nicht die Führungsrolle ausfüllen können, die ich mir und die Verantwortlichen sich vorgestellt haben.“

Quelle: F.A.Z.
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