FAZ plus ArtikelStress im Studium

Gefangen im Selbstoptimierungswahn

Von Maximilian Hausmann
28.05.2019
, 15:00
Studium zum Selbstzweck: Antonia Steins studiert Philosophie an der Goethe-Uni in Frankfurt.
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Weil sie gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben wollen, versuchen Studenten, sich permanent zu verbessern. Viele leiden an überzogenen Ansprüchen an sich selbst, nicht wenige scheitern.
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„Schauen Sie sich um! Nicht alle werden bestehen. Viele werden rausfliegen.“ – Antonia Steins erinnert sich genau an die Worte, mit denen sie als Ökonomie-Erstsemester an der Frankfurter Universität begrüßt wurde. Drei Jahre lang studierte sie Wirtschaft. Sie erlebte, dass es Listen gab, auf denen die Besten verzeichnet waren. Wer nicht draufstand, war ein anonymer Verlierer. Der Druck, gute Leistungen zu erbringen, erzeugte Stress. Darüber mit den Kommilitonen zu reden sei nicht möglich gewesen.

Mittlerweile studiert Steins Philosophie. „Ich lese jede Woche mehr als 250 Seiten philosophische Primärliteratur“, sagt die 27 Jahre alte Masterstudentin, die neben dem Studium noch eigene Projekte verfolgt. Steins hat sich für ein Studium entschieden, das sich weniger an Karrierechancen, sondern mehr an ihren eigenen Interessen orientiert, ein „Selbstzweck“, wie sie sagt.

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