FAZ plus ArtikelStudie zur Biodiversität

Artenvielfalt als falsche Hoffnung

Von Sascha Zoske
15.09.2020
, 09:29
Mag auch Schmetterlinge: Der Bienenfresser ist aus wärmeren Regionen nach Deutschland eingewandert.
Frankfurter Forscher haben Hinweise darauf gefunden, dass die Artenvielfalt in Europa nicht abgenommen hat. Wird es wärmer, kann sie sogar wachsen. Grund zur Entwarnung ist das nicht.
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Was Peter Haase und seine Kollegen herausgefunden haben, klingt erst einmal erfreulich. Zusammen mit der in Schweden tätigen Ökologin Francesca Pilotto und weiteren Forschern hat der Abteilungsleiter des Frankfurter Senckenberg-Instituts 161 Langzeitmessreihen zur Artenvielfalt in Europa ausgewertet. Kurz zusammengefasst lautet das Ergebnis so: Anders als man vermuten mag, hat sich die Biodiversität in Mittel- und Südeuropa nicht signifikant verändert, während sie in Nordeuropa sogar gewachsen ist.

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Mancher, der diese Nachricht las, hat daraufhin die Alarmrufe von Naturschützern und Politikern flugs zur Panikmache erklärt. Doch wer sich Haases Resultate genauer anschaut und mit ihm und anderen Biodiversitäts-Experten spricht, begreift schnell: Es gibt keinen Grund zur Entwarnung, auch wenn sich die Artenvielfalt regional unterschiedlich entwickelt und der Klimawandel hierbei eine komplexe Rolle spielt.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Zoske, Sascha
Sascha Zoske
Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.
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