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Freiwilligendienst

Viele Stellen bleiben unbesetzt

 - 11:25
Im AWO-Seniorenheim betreut ein junger Mann im Rahmen seines Bundesfreiwilligendienstes einen Bewohner. Nach dem Ende des Zivildienstes 2011 war die Angst vor einem Notstand in sozialen Einrichtungen groß.

Bei den Freiwilligendiensten sehen die Träger in Hessen erstmals einen rückläufigen Trend. Der letzte Jahrgang sei der erste gewesen, bei dem es einen Rückgang gegeben habe, sagte der Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Freiwilligendienste in Hessen, Klaus Schoenicke. Es sei schwieriger geworden für die Träger, ihre Stellen zu besetzen, sagte auch Jonas Metzler, der für die Freiwilligendienste in Kultur und Bildung zuständig ist.

Ende Dezember 2018 gab es in Hessen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 7317 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Freiwilligendiensten, also bei den freiwilligen sozialen und ökologischen Jahren oder dem Bundesfreiwilligendienst. Ein Jahr zuvor waren es noch gut 280 mehr. Genau lassen sich die Durchschnittszahlen aber nicht ermitteln, da man sich auch kürzer oder länger als ein Jahr verpflichten kann und die Jahrgänge teils überlappen.

Wer kann einen Freiwilligendienst machen?

Bei einem freiwilligen sozialen Jahr oder dem ökologischen Freiwilligendienst dürfen alle Interessierten vom Ende der Vollzeitschulpflicht bis zum 27. Geburtstag teilnehmen. Er kann in Einzelfällen auch im Ausland absolviert werden. Die Träger sind vom Bundesland anerkannte Einrichtungen. Ein solches von den Ländern und vom Bund gefördertes Jahr kann nur einmal absolviert werden. Die Möglichkeit gibt es seit Jahrzehnten.

Beim Bundesfreiwilligendienst gibt es nach dem Ende der Schulpflicht keine Altersbegrenzung. Ein Einsatz im Ausland ist nicht möglich. Träger ist ausschließlich der Bund. Er wurde 2011 als Reaktion auf die Aussetzung der Wehrpflicht und des Zivildienstes geschaffen.

Sogenannte „Bufdis“, die älter als 27 Jahre sind, können auch in Teilzeit arbeiten. Ende 2018 beschloss das Bundeskabinett außerdem mit einem Gesetzentwurf, dass auch jüngere Menschen ihren Dienst in Teilzeit leisten können. Dadurch wollte die Bundesregierung Freiwilligendienste attraktiver machen. So sollen auch Personen, die beispielsweise für eigene Kinder oder Angehörige sorgen müssen und nicht in Vollzeit arbeiten können, dennoch die Möglichkeit bekommen, einen Freiwilligendienst zu machen. Der Bundesrat hat dem Gesetz auch abschließend zugestimmt.

Die Aufgabenfelder bei beiden Dienste sind weitgehend identisch. Während der Dienstzeit müssen von den Trägern auf das Aufgabengebiet abgestimmte Fortbildungsseminare angeboten werden. Ein Freiwilligendienst dauert in der Regel ein Jahr, kann aber auch
verkürzt oder verlängert werden und wird mit einem „Taschengeld“ von maximal 390 Euro pro Monat vergütet.

Quelle: dpa/sms
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