Immunisierungsnachweis

Was es mit dem digitalen Impfpass auf sich hat

Von Simon Rösel
13.06.2021
, 08:07
Digitaler Nachweis: Zusätzlich zum Eintrag in den Impfpass lässt sich für abschließend Geimpfte ein QR-Code scannen.
Der digitale Impfpass soll den Nachweis von Corona-Impfungen erleichtern. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu finden Sie hier.

Was ist der digitale Impfnachweis, und wer bekommt ihn?

Der digitale Impfnachweis ist eine Bestätigung, die sich alle zweifach Geimpften aufs Smartphone laden können. Mit ihm lässt sich die vollständige Immunisierung gegen Covid-19 jederzeit auf dem Handy nachweisen. Das Bundesgesundheitsministerium bietet mit „CovPass“ eine neue App dafür an. Außerdem wird die Corona-Warn-App um eine entsprechende Funktion erweitert.

Wo bekommt man den Nachweis?

Direkt bei der zweiten Impfung. Und zwar dort, wo die Impfung stattfindet – in der Arztpraxis oder im Impfzentrum. Zusätzlich zum Eintrag in den Impfpass wird dafür ein QR-Code ausgedruckt. Er lässt sich scannen und in die oben genannten Apps laden. Doch auch der Ausdruck ist als Impfnachweis nutzbar. Am Freitag gab es in den Arztpraxen in Hessen allerdings noch technische Schwierigkeiten. Die Software wird vom Bundesgesundheitsministerium in Zusammenarbeit mit mehreren Dienstleistern, etwa IBM, bereitgestellt. Von wann an die Praxen die QR-Codes tatsächlich abrufen und drucken könnten, wisse er nicht, sagte der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen. Ähnlich ist die Lage im Impfzentrum Frankfurt. Dort soll es von Montag an so weit sein, „sofern die notwendigen technischen Voraussetzungen seitens des Bundes rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden“, wie eine Sprecherin mitteilte.

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Wie lange dauert es, den digitalen Impfnachweis nachträglich zu bekommen?

Am schnellsten wird es wohl in der Apotheke gehen. Wo das möglich ist, lässt sich ebenfalls von Montag an auf dem Portal mein-apothekenmanager.de nachschauen. In der Apotheke zeigen doppelt Geimpfte dann Impfpass und Personalausweis vor und erhalten den QR-Code - wenn die Abläufe eingeübt sind. „Der Start wird ein stotternder sein“, sagt die Sprecherin des Hessischen Apothekerverbandes. Viele Details zum technischen Ablauf seien zurzeit noch unbekannt. In den Arztpraxen dauert es wahrscheinlich länger, den Nachweis nachträglich zu erhalten. In vielen Praxen sind manche Angestellte ausschließlich mit Impfmanagement beschäftigt. Wegen der aufgehobenen Priorisierung werden es noch mehr werden. Die Impfzentren haben nach Auskunft des Landes Hessen keine Kapazitäten, die Bescheinigung nachträglich auszustellen. Aber alle dort Geimpften würden den QR-Code „bald“ per Post zugeschickt bekommen.

Von wann an sollte man sich um den Nachweis bemühen?

Für den mühsamen Start werden wohl viele Bürger Verständnis haben. Doch wann können die 1,4 Millionen zweifach geimpften Hessen sich dann um den digitalen Impfnachweis bemühen? Sie „sollten sich erst mal Zeit lassen, bis die neuen Abläufe sicher funktionieren“, sagt der Sprecher der Kassenärzte. Auch die Apotheken bitten um Geduld angesichts der neuen Aufgabe. Aber sobald es funktioniert, sollte jeder über das Apothekenportal auch eine Apotheke finden, in der er sich den Nachweis besorgen kann.

Wie wird der digitale Impfnachweis überprüft und wozu berechtigt er?

Der digitale Impfnachweis soll fälschungssicher sein, im Gegensatz zum gelben Papierimpfpass. Zur Überprüfung wurde mit „CovPassCheck“ eine weitere App entwickelt. Sie kann etwa zum Einlass bei Veranstaltungen verwendet werden. Und europaweit, etwa zum Reisen, soll das Zertifikat am 1. Juli in Kraft treten.

Quelle: F.A.Z.
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