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FAZ plus ArtikelWasserqualität

Mehr Kontrollen, mehr Legionellen

Von Petra Kirchhoff
Aktualisiert am 17.02.2020
 - 08:57
Alles fließt: Und das ist auch gut so, denn Legionellen fühlen sich in Leitungen, in denen das Wasser steht, besonders wohl.
Für Warmwasseranlagen in Mehrfamilienhäusern gelten seit längerem strengere Vorschriften. Auch deshalb steigt die Zahl der Legionellenbefunde.

Der Aushang im Hausflur des Frankfurter Mehrfamilienhauses stimmt die Mieter nicht gerade froh. Die jüngste Trinkwasseranalyse habe gezeigt, dass in sechs Proben Legionellen nachgewiesen worden seien: 500 auf 100 Milliliter – eine „mittlere Kontamination“.

Kein Einzelfall. Auch Mieter anderer Häuser kennen solche Mitteilungen. Wie das Frankfurter Gesundheitsamt auf Anfrage mitteilt, wurden der Behörde im vergangenen Jahr 911 Legionellenbefunde gemeldet, nahezu doppelt so viele wie 2015, als nur 516 Meldungen eingingen. Kerstin Voigt, Gesundheitsingenieurin beim Frankfurter Gesundheitsamt, führt die Zunahme vor allem darauf zurück, dass seit einigen Jahren mehr und effektiver untersucht wird.

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Wasser laufen lassen

Eigentümer oder Betreiber von Wohngebäuden mit einer zentralen Großanlage zur Trinkwassererwärmung (mehr als 400 Liter Wasserspeicher) müssen diese seit 2012 alle drei Jahre auf Legionellen untersuchen lassen. Bei einem Befund verkürzen sich die Intervalle. Ein- und Zweifamilienhäuser fallen nicht unter die Prüfpflicht. Stellen die Prüflabore bei der Probe Legionellen über dem Wert von 100 Legionellen pro 100 Milliliter fest, müssen sie dies dem Gesundheitsamt melden. Ein Duschverbot gilt erst bei mehr als 10.000 Legionellen pro 100 Milliliter.

Bei einem meldepflichtigen Befall sind die Mieter zu informieren. Der Hauseigentümer muss zudem veranlassen, dass Schwachstellen analysiert und technisch nachgebessert werden. Möglich ist etwa der Einbau einer Legionellenschaltung, bei der Wasser im Speicher regelmäßig für kurze Zeit auf eine Temperatur von mehr als 70 Grad erhitzt wird, oder der Einbau automatischer Spülanlagen.

Um die Bakterienbildung zu mindern, sollten Mietern bei einem Befund die Wasserhähne und Duschen regelmäßig alle drei Tage für etwa zwei bis drei Minuten voll aufdrehen, mit heißem als auch kaltem Wasser. Im Leitungswasser sind Legionellen kein Problem. Das Gesundheitsamt rät aber grundsätzlich davon ab, morgens den ersten Schluck direkt aus der Leitung zu trinken

Quelle: F.A.Z.
Petra Kirchhoff - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Petra Kirchhoff
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
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