FAZ plus ArtikelEinzige deutsche Konzern-Marke

Wie die Chancen für Opel im neuen Stellantis-Reich stehen

Von Thorsten Winter
18.01.2021
, 18:11
PSA und Fiat-Chrysler bilden fortan Stellantis. Opel steuert etwa ein Zehntel des Umsatzes bei. Und es gibt durchaus Hoffnung für den „Blitz“ aus Rüsselsheim, aber auch mahnende Stimmen.

Über Nacht hat Opel mehr als ein halbes Dutzend neuer Geschwister bekommen. Sie heißen Abarth, RAM oder auch Maserati und tragen einen Skorpion als Erkennungszeichen, einen Widderkopf oder einen Dreizack. Denn seit dem Wochenende sind die Opel-Mutter PSA aus Frankreich und Fiat-Chrysler zusammen. Zum Samstag meldeten beide Partner den Vollzug ihrer Fusion. Statt vier Marken wie im PSA-Konzern mit Peugeot, Citroen und DS zählt die neue Unternehmensgruppe namens Stellantis 16 Marken, darunter befinden sich ein Fahrzeug-Veredler und ein Zulieferer aus dem italienisch-amerikanischen Konzern.

Was aber bedeutet das für die Rüsselsheimer Marke mit dem Blitz? Wird sie sich, wie ein Pariser Autoanalyst meint, auf ihrem mitteleuropäischen Heimatmarkt behaupten müssen und Fiat sowie Citroen den Westen und den Süden von Europa überlassen müssen? Bedeutet das in der Folge das Aus für die in den vergangenen Monaten beschleunigte Expansion im Ausland und mithin schlechtere Aussichten für die deutschen Standorte mit dem Stammwerk Rüsselsheim? Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research in Duisburg meint: „Neben Fiat ist Opel der Verlierer.“ Dagegen sieht Jürgen Pieper, langjähriger Auto-Fachmann des Bankhauses Metzler in Frankfurt, durchaus gute Chancen für Opel. „Das ist ein leistungsfähiges gesundes Unternehmen geworden“, sagt er. Und dann gibt es noch den Vorsprung in der Elektro-Mobilität gegenüber Fiat und den Amerikanern.

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Autorenporträt / Winter, Thorsten (thwi)
Thorsten Winter
Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.
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