FAZ plus ArtikelFolgen von 9/11 für Hessen

Sicherheitsstruktur am islamistischen Terrorismus ausgerichtet

Von Katharina Iskandar
10.09.2021
, 19:15
Schreckmoment: Anfang Januar 2003 näherte sich ein geistig verwirrter Student in einem entführten Kleinflugzeug den Frankfurter Bankentürmen.
Die Anschläge vom 11. September führten zur größten sicherheitspolitischen Reform, die Hessen je erlebt hat. Und zwar mit Auswirkungen, die auch zwanzig Jahre danach noch zu merken sind.
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Am Abend der Anschläge wurde in den Keller der Staatskanzlei gerufen. Damals noch im alten Gebäude in Wiesbaden, am Warmen Damm. Der Innenminister und der Verfassungsschutzchef, der Landespolizeipräsident und der Leiter des Landeskriminalamts, alle waren da. Es war eine fast gespenstische Atmosphäre, so beschrieb es später einer der Teilnehmer. Niemand wusste, was er sagen sollte zu diesen wohl bis dahin schlimmsten Anschlägen auf die westliche Welt.

Die Frage, die über allem stand, war, was dieser 11. September 2001 für Frankfurt bedeutete, das Finanzzentrum Deutschlands, jene Stadt, die in Europa nicht nur die meisten, sondern auch die höchsten und symbolträchtigsten Türme hat. Am Nachmittag hatten Sicherheitsbeauftragte aus den Hochhäusern im Innenministerium angerufen und gefragt: „Was sollen wir tun?“ Die Antwort lautete: Alle Mitarbeiter nach Hause schicken und die Türme vorerst schließen. Nie wieder seither war die Finanzmetropole so leer.

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Autorenporträt / Iskandar, Katharina
Katharina Iskandar
Verantwortliche Redakteurin für das Ressort „Rhein-Main“ der Sonntagszeitung.
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