Diesel-Fahrverbot

„Mainz belastet Wiesbadener Luft“

Von Robert Maus, Wiesbaden
10.02.2020
, 06:04
Diesel-Fahrverbot: Die Theoodor-Heuss-Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden wird für einige Fahrzeuge nicht mehr befahrbar sein.
Von Juli an sollen auf einigen Straßen in Mainz Fahrverbote für Dieselfahrzeuge gelten. Betroffen ist auch die Theodor-Heuss-Brücke. Nach Meinung der Wiesbadener CDU-Fraktion werde die Luftbelastung so nur verlagert.
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Das angekündigte Fahrverbot für ältere Autos mit Dieselmotoren in Mainz hat nach Einschätzung der Wiesbadener CDU-Fraktion erhebliche Auswirkungen auf die Luftqualität in der hessischen Landeshauptstadt. Die gesamte Rheinachse in Mainz soll von Juli an für Diesel der Klassen 5 und niedriger gesperrt werden.

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„Auf der Rheinachse liegt auch die Zufahrt zur Theodor-Heuss-Brücke, die somit für viele Fahrzeuge nicht mehr passierbar ist“, teilte CDU-Fraktionsvorsitzender Bernd Wittkowski mit und fügte an: „Die logische Konsequenz sind Ausweichverkehre.“ Wer dann über den Rhein müsse, nehme die Schiersteiner oder die Weisenauer Brücke. „Die schmutzigen Diesel rollen dann nicht mehr am Mainzer Rheinufer vorbei, sondern durch Schierstein.“ Somit werde die Luftbelastung nicht verringert, sondern verlagert.

Wittkowski und auch der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Hans-Joachim Hasemann-Trutzel, fordern daher die hessische Landesregierung, die für den Luftreinhalteplan zuständig ist, zur Intervention auf. „Hier ist das Umweltministerium aufgefordert, Klartext zu reden“, äußerte Hasemann-Trutzel.

Quelle: F.A.Z.
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