FAZ plus ArtikelWildtierarche in Rodgau

Grüner Baumschnüffler getarnt hinter Glas

Von Eberhard Schwarz und Sandra Schildwächter (Fotos)
05.12.2020
, 19:06
Vor zehn Jahren übernahm der Verein Wildtierarche die Auffangstation in Rodgau. Zum Jubiläum ist ihm aber nicht nach Feiern zumute – er liegt im Clinch mit den Behörden.

Große und kleine Terrarien dominieren den Raum. Ein Grüner Baumpython, der ursprünglich in Neuguinea und im Norden Australiens vorkommt, hat es sich in seiner Behausung in charakteristischer Schlingenform über einem Ast gemütlich gemacht und döst vor sich hin. Auf der gegenüberliegenden Seite des Zimmers bewohnt eine aus Südasien stammende Grüne Peitschennatter, auch Grüner Baumschnüffler genannt, ein anderes Terrarium. Die Schlange ist gut getarnt und zwischen Ästen und Zweigen erst bei genauem Hinsehen zu erkennen. Madagaskar-Fauchschaben und Vogelspinnen beherbergt Petra Kipper ebenfalls hinter Glas. Die Schaben sind nach dem Geräusch benannt, das sie von sich geben, wenn sie sich bedroht fühlen. Die Vogelspinnen lassen sich sogar auf die Hand nehmen und an den behaarten Beinen streicheln, ohne zu beißen.

Mit derlei Exoten, aber auch mit heimischen Wildtieren kennt Kipper sich aus. Tiere hatten es ihr schon immer angetan. In den Räumen an der Dekan-Schuster-Straße in Rodgau ist ein kleiner Zoo versammelt. Im Obergeschoss hat sie nachtaktive Tiere wie Afrikanische Weißbauchigel und Igeltanrek untergebracht. Eine Blockhütte draußen steht für Wildtiere bereit, die in Quarantäre müssen. Auch für Exoten hält sie einen Quarantäneraum vor. In Gehegen im Garten sind zwei Waschbären und zwei Stinktiere zu Hause.

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Quelle: F.A.Z.
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