FAZ plus ArtikelUnternehmen in Corona-Krise

Alle Hände voll zu tun

25.03.2020
, 13:30
Fleißige Hände: Bei Querbeet ist die Nachfrage nach Obst und Gemüse groß wie nie.
Viele Unternehmen haben enorm unter der Corona-Krise zu leiden, andere Betriebe hingegen sind derzeit gefragter denn je. Eine Auswahl an Firmen aus der Region, die derzeit Sonderschichten fahren müssen.
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Querbeet: Frisches Obst ist gefragt

Alle wollen gesund bleiben. Daher ist die Nachfrage nach frischem Obst und Gemüse gerade besonders stark. Auf Hochtouren läuft daher die Arbeit bei Lieferanten wie Querbeet. Das Familienunternehmen mit Sitz in Reichelsheim in der Wetterau beliefert Firmen, Kindergärten und Privathaushalte im Großraum Frankfurt, Offenbach und im Taunus mit Obst und Gemüse und hat trotz Homeoffice in den Betrieben und geschlossenen Kitas aktuell so viel zu tun, dass bis auf weiteres keine Neukunden mehr angenommen werden. Bestellungen müssen inzwischen drei Tage vor dem regulären Liefertag eingehen. Um die zügige Rückgabe von Lieferkisten wird gebeten, weil diese knapp sind. Mit Engpässen bei frischen Lebensmitteln wird nicht gerechnet, da auf allen Lieferebenen Sonderschichten gefahren werden, wie das Unternehmen mitteilt. Allerdings könne man die Versorgung mit allem „weniger als sonst“ garantieren.

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Röhm: Mit Plexiglas Kunden auf Distanz halten

Plexiglas ist so ein Produkt, über das Menschen gemeinhin nicht viel nachdenken. Das Lineal in der Schule war vielleicht aus Plexiglas, und dann fällt einem noch ein, dass die Leuchten am Auto womöglich aus diesem Material sind. Damit tut man der auf dieses Produkt spezialisierten Röhm GmbH in Darmstadt aber natürlich unrecht. Das dort hergestellte Plexiglas sei einer der hochwertigsten und vielfältigsten Kunststoffe der Welt, heißt es bei dem zur Evonik-Gruppe gehörenden Unternehmen. Und Plexiglas hilft in der Corona-Krise. Denn mit einem Mal sind die Kunststoffscheiben in Supermärkten und in Apotheken gefragt, um dort die Kunden zum Beispiel an der Kasse auf Distanz zu halten. „Spuckschutz“ heißt das Produkt bei Röhm ohne großes Drumherumgerede. Der Auftragseingang beim Werk in Weiterstadt mit seinen 150 Mitarbeitern sei zwölfmal so hoch wie sonst, sagt die Unternehmenssprecherin. Die Beschäftigten dort arbeiten auf Hochtouren, das Ziel ist es, die Lieferzeiten, so gut es geht, zu reduzieren. Weltweit beschäftigt Röhm 4000 Mitarbeiter und produziert an 15 Standorten auf drei Kontinenten, der zuletzt veröffentlichte Jahresumsatz des Unternehmens lag bei 1,9 Milliarden Euro.

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Quelle: hoff., mak., ing., ddt., cp.
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