Reisende individuell zu prüfen

Mehr als 100 Flüge in Frankfurt vom Einreiseverbot betroffen

18.03.2020
, 09:34
Welche Passagiere dürfen einreisen und welche nicht? Die Antwort müssen nun Beamte der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen finden. Es geht um mehr als 100 Flüge.

Vom weitgehenden Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger sind am Frankfurter Flughafen am Mittwoch mehr als 100 Flüge betroffen. Nun müsse geprüft werden, welche Passagiere einreisen dürften und welche nicht, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Bis zum Morgen wurden gut 5000 Menschen kontrolliert. Nicht-EU-Bürger werden demnach zurückgewiesen und die Airlines aufgefordert, diese wieder nach Hause zu fliegen. Am größten deutschen Airport war bereits am Dienstagabend ein Flug aus der Türkei betroffen.

Die Europäische Union will mit sofortiger Wirkung für 30 Tage ein Einreiseverbot umsetzen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Darauf hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die übrigen EU-Staats- und Regierungschefs bei einem Videogipfel am Dienstagabend geeinigt. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte daraufhin ein faktisches Einreiseverbot angeordnet.

Staatsangehörigen von EU-Staaten und ihren Angehörigen wird die Durchreise durch Deutschland gestattet. Das gilt auch für Bürger aus Großbritannien, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. Es gibt auch Ausnahmen für Drittstaatsangehörige mit längerfristigem Aufenthaltsrecht in einem EU-Staat.

Quelle: dpa
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