FAZ plus ArtikelKampf den Krisen

Die Buchhändler, Corona und die Papierknappheit

Von Alexander Jürgs
19.10.2021
, 11:50
Gegen den Riesen: Die Autorenbuchhandlung Marx und Co. in Frankfurt waren mitunter in der Pandemie schneller als Amazon.
Die Buchmesse als Signal: Die Corona-Krise haben die Buchhändler besser bewältigt als befürchtet, ein Ladensterben droht nicht. Nun aber macht ihnen die Papierknappheit zu schaffen.
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Als der erste Lockdown kam und überall im Land die Läden schließen mussten, da haben Bettina Raue und Ines Lauffer von der Autorenbuchhandlung Marx & Co, das getan, was die meisten Buchhändler damals machten, um ihr Geschäft am Laufen zu halten: Sie sind aufs Rad gestiegen. Ihre Kunden, die nicht mehr zu ihnen kommen konnten, haben sie auf diesem Weg mit Lesestoff beliefert. Nicht nur im Frankfurter Westend, wo der Buchladen, auf der geschäftigen Einkaufsstraße Grüneburgweg, zu finden ist, sondern auch in den umliegenden Vierteln. „Das war schön, wir hatten fantastisch gutes Wetter“, erinnert sich Bettina Raue.

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Besorgt seien sie damals gewesen, aber nicht in Panik. Doch die Buchhändlerinnen wurden überrascht. Die Solidarität, die sie von ihren Kunden erfahren haben, war enorm. Viele Stammkunden haben damals Guthabenkarten, über 100 oder 200 Euro, gekauft, um das Geschäft zu unterstützen. Dass Buchläden zum Opfer der Corona-Krise geraten, wollten sie verhindern. „Vielen ist damals bewusst geworden, was in den Straßen, in den Vierteln fehlen würde, wenn die kleinen Läden schließen müssten“, sagt Ines Lauffer.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Jürgs, Alexander
Alexander Jürgs
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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