Frankfurt Fashion Week

Neustart bringt Mode und Messe zusammen

17.03.2022
, 18:04
Neonyt "The Installation", eine Designinstallation mit nachhaltigen Modeentwürfen, im Rahmen der Frankfurt Fashion Week im Januar 2022.
Nach dem Rückzug der Premium-Group und ihrer Modemessen setzt Frankfurt auf neue Verbindungen. Und will im Juni wieder eine Modewoche organisieren.
ANZEIGE

Auch wenn entscheidende Teile fehlen, will Frankfurt im Sommer eine Fashion Week organisieren. In der Woche vom 20. bis 26. Juni soll die Stadt im Zeichen der Mode stehen. Wie schon bei der ersten Ankündigung vor zwei Jahren heißt es, die Stadt dürfe sich auf zahlreiche Events freuen. Ausstellungen, Shows, Talks und mehr sollen die Themen Nachhaltigkeit, Lifestyle und Fashionkultur erlebbar machen, haben die Stadt und die mehrheitlich kommunale Messegesellschaft am Donnerstag mitgeteilt.

Finanziert werden soll das Programm nach Angaben aus dem städtischen Wirtschaftsdezernat von Stephanie Wüst (FDP) aus dem, was von den bereitgestellten 10 Millionen Euro übrig ist, dem Vernehmen nach ist ein Drittel davon für die beiden bisherigen weitgehend digitalen Veranstaltungen ausgegeben worden. Man warte noch auf die Abrechnung der Messe. Die Koordination des Programms übernehme die Wirtschaftsförderung. Kooperationspartner wie die Fashion Lounge der Unternehmerin Sevinc Yerli stehen bereit, um wieder eigene Shows zu entwickeln. Auch bei der Kreativinitiative Aaarea wartet man auf ein Startsignal, allerdings auch auf finanzielle Zusagen.

ANZEIGE

Der Termin, der ursprünglich Anfang Juli stattfinden und damit fast zeitgleich zu der Berliner Fashion Week liegen sollte, wurde neu justiert, um die Frankfurt Fashion Week mit den Textil-Veranstaltungen der Messe Frankfurt zusammenzubinden. Denn in der dritten Juniwoche finden in Frankfurt die internationalen Messen Techtextil und Texprocess statt, die sich mit der Produktion von Textilien und neuartigen Materialien befassen. Diese zögen zunehmend Designer an, die nach neuen Produktionswegen, ökonomischen wie ökologischen Verfahren und neuen Materialien suchten. Einem an Textilien interessierten Publikum bietet sich auch die nun als „Heimtextil Summer Special“ ausgewiesene und aus dem Januar verschobene Messe für Bett- und Tischwäsche und sonstiges Stoffliches fürs Haus an. Ergänzend sollen in der Stadt „innovative Business- und Erlebnisformate“ der Neonyt-Messe für nachhaltige Mode stattfinden und auch die Möglichkeit bieten, als Endverbraucher direkt dort einzukaufen.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der zugleich Aufsichtsratschef der Messe ist, kommentierte das Konzept einmal mehr mit den Worten: „Frankfurt kann Mode“. Daran werde nach der Frankfurt Fashion Week im Sommer kein Zweifel bleiben. Die lokale Design- und Modewelt brauche sich nicht zu verstecken und erhalte damit eine Bühne, sich in ihrer Vielfalt zu präsentieren. Zudem unterstreiche man mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit das, wofür Frankfurt als Green City stehe.

„Zwei Säulen, eine Botschaft“, fasst Wirtschaftsdezernentin Wüst das neue Konzept zusammen, das nötig geworden war, nachdem die Berliner Premium Group, die eigentlich mit der Messe Frankfurt und ihren Messen Premium, Seek und The Ground die Frankfurt Fashion Week etablieren sollte, kurzfristig beschlossen hatte, ihre Messen noch vor Ablauf der Vertragszeit wieder in Berlin auszurichten. Nun gehe es darum, Internationales und Lokales zu verbinden und einen Mehrwert zu schaffen, sagte Wüst. „Wir schaffen weltweit einmalige Synergien, die die Prozesse und Produkte der gesamten Wertschöpfungskette der internationalen Textil- und Modeindustrie beleuchten: Garne, Stoffe bis zu Fashion ebenso wie Maschinen zur Produktion und Verarbeitung von Textilien“, hebt Olaf Schmidt von der Messe hervor.

ANZEIGE
Quelle: cp.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot
Frankfurt Jobs
Jobs in Frankfurt finden
Immobilienmarkt
Immobilien in Frankfurt am Main
Immobilienbewertung
Verkaufen Sie zum Höchstpreis
DSL
Den günstigsten DSL-Tarif finden
Hausnotruf
Länger unabhängig dank Hausnotruf
ANZEIGE