FAZ plus ArtikelStreit um Corona-Prämie

Flugausfälle wegen Streik

Von Inga Janovic
29.10.2021
, 18:05
Warnstreik am Flughafen Frankfurt: Die Mitarbeiter des Bodenverkehrsdienstleisters WISAG wehren sich.
Am Frankfurter Flughafen blieben Maschinen unfreiwillig am Boden. Anlass für den Streik waren die nach Ansicht von VERDI schleppend verlaufenden Gehaltsverhandlungen für zwei WISAG-Töchter.
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Weil einige hundert Flughafenmitarbeiter sich höhere Löhne wünschen, mussten am Freitag etliche Flugzeuge am Boden bleiben. Die Gewerkschaft VERDI hatte die Angestellten der Bodenabfertigung der WISAG zum Streik aufgerufen, weshalb der Dienstleister gemeinsam mit den Airlines nach eigenen Angaben 46 Flüge absagte. Rund 600 Mitarbeiter waren laut Verdi zum Streik aufgerufen, die Beteiligung sei hoch gewesen. Die verbliebenen Flüge habe man mithilfe von Angestellten von anderen Standorten und aus der Konzernzentrale abfertigen können, ein großes Chaos habe es nicht gegeben.

Anlass für den Streik waren die nach Ansicht von VERDI schleppend verlaufenden Gehaltsverhandlungen für zwei WISAG-Töchter. Dem Vorwurf, WISAG lehne die Gehaltsforderungen ab, widersprach Michael Richter, Verhandlungsführer und Geschäftsführer der WISAG Ground Services. Erst vor einer Woche habe Verdi die konkreten Forderungen nach einer Corona-Prämie in Höhe von 1500 Euro, 90 Euro Lohnerhöhung monatlich und stabil bleibenden Zulagen vorgelegt. Er habe sofort Verhandlungstermine für den November angeboten. „Ein Arbeitskampf ist zu diesem Zeitpunkt daher vollkommen unangemessen und unverhältnismäßig.“

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