FAZ plus ArtikelBauwut bei Rechenzentren

Frankfurt in Europa nun auf Platz zwei

Von Inga Janović
12.05.2021
, 13:32
Frankfurt holt im Wettbewerb um Rechenzentren in Europa auf. Andere Städte ziehen sich aus dem Buhlen um die energiehungrige Branche zurück.

In Amsterdam haben sie es so gewollt. 2019 hatte die niederländische Stadt einen vorübergehenden Baustopp für Rechenzentren angekündigt und binnen Jahresfrist hat sie für die Branche an Bedeutung verloren: Frankfurt ist jetzt nach London der zweitwichtigste Standort für Rechenzentren in Europa. Und während in beiden Städten kräftig weiter sportplatzgroße Kühlhäuser für die Server-Schränke von Cloud-Anbietern und Social-Media-Portalen errichtet werden, sind in Amsterdam vorerst keine nennenswerten Bauprojekte geplant.

Die neuen Plazierungen haben die Branchenexperten des Maklerunternehmens JLL in einer Studie zur weltweiten Entwicklung der wichtigsten Rechenzentrumsstandorte im Jahr 2020 vergeben. Der „Datacenter-Outlook“ betrachtet die Colocation-Branche, also Anbieter, die die speziellen Gebäude mit Kühlung, Sicherheitsvorkehrungen sowie Strom- und Netzanschlüssen errichten und deren Innenräume dann an verschiedene Nutzer - etwa Internetkonzerne - untervermieten. Mit diesem Geschäftsmodell fahren die Betreiber seit Jahren gute Gewinne ein und die Wachstumsprognosen sind beachtlich. Folgerichtig weist die JLL-Studie die Rechenzentren beinahe überall als gute Anlageziele für Investoren aus. Auch für Frankfurt sehen die Autoren auf Jahre gute Verdienstmöglichkeiten und einen weiteren Bedarf voraus.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Janovic, Inga
Inga Janović
Wirtschaftsredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
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